Breite Allianz weibelt für Grossraubtier-Initiative

Der Urner Landrat hat am 14. November den gültigen Teil der Volksinitiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri» zu Handen des Urner Stimmvolks verabschiedet. Für das Begehren formiert sich nun ein breit abgestütztes Komitee.

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Ein Wolf im Tierpark Goldau. (Bild: Romano Cuonz)

Ein Wolf im Tierpark Goldau. (Bild: Romano Cuonz)

Am 10. Februar 2019 wird das Urner Volk über die Initiative und damit über eine Ergänzung der Kantonsverfassung abstimmen. Um dem Anliegen zum Durchbruch zu verhelfen, hat sich nun eine breite Allianz im Komitee «Ja zur Regulierung von Grossraubtieren» formiert.

Angeführt wird das Abstimmungskomitee von den beiden Ständeräten Isidor Baumann und Josef Dittli, von Nationalrat Beat Arnold, den Urner Parteipräsidenten Flavio Gisler (CVP), Ruedi Cathry (FDP) und Pascal Blöchlinger (SVP). Weiter im Komitee vertreten sind der Präsident der Korporation Uri, Rolf Infanger, Talammann Beat Schmid von der Korporation Ursern sowie mehrere Urner Landräte.

«Natürliche Weidehaltung ist gefährdet»

«Die Ansiedelung der Grossraubtiere Luchs, Wolf und Bär hat in den letzten Jahren zu massiven Problemen und kostspieligen Mehraufwendungen auf Kosten der Steuerzahler geführt», schreibt das Komitee in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung. Längst seien nicht mehr nur die Nutztierhaltung und der Wildbestand betroffen. Auch der Tourismus habe in den vergangenen Jahren mehr und mehr gespürt, dass die Einschränkungen und Probleme insbesondere mit den Herdenschutzhunden massiv zunehmen würden, so das Komitee. «Die Präsenz der Grossraubtiere gefährdet in Zukunft die natürliche Weidehaltung auf unseren Alpen und Heimbetrieben und stellt den Tourismus vor neue Probleme», heisst es in der Mitteilung weiter. (pz)

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