BRISTEN: 1,2 Millionen für mehr Komfort

Die Hüfihütte soll mehr Komfort erhalten. Der SAC lässt deshalb die Anzahl Betten verringern und saniert die Infrastruktur. Jetzt liegt der Entscheid beim Kanton.

Anian Heierli
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Auch Elias Kempf holte sich in Ibach die Auszeichnung. (Bild Hans Arnold)

Auch Elias Kempf holte sich in Ibach die Auszeichnung. (Bild Hans Arnold)

In einer Höhe von 2337 Metern über Meer thront die Hüfihütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Die Zugänge zur Hütte führen durchs Maderanertal. Der Aufstieg ist lang und anstrengend. Trotzdem geniesst diese Übernachtungsmöglichkeit bei Bergtouristen grosse Beliebtheit. Die Wanderer werden von der Aussicht und Abgeschiedenheit angezogen.

Äusseres bleibt erhalten

Damit die Hüfihütte den heutigen Anforderungen entspricht, will die SAC-Sektion Pilatus jetzt 1,2 Millionen Franken investieren. «Mit dem Geld möchten wir den Komfort erhöhen und gleichzeitig die Infrastruktur erneuern», sagt Bruno Piazza, Präsident der SAC-Sektion Pilatus. Heute bietet die Hüfihütte ihren Besuchern rund 60 Betten. Diese sind in drei Schlafräume aufgeteilt. Will heissen, in jedem Zimmer übernachten an Spitzentagen gegen 20 Personen.

«Das ist zu viel», erklärt Piazza. «In Zukunft sollen nur noch um die 10 Personen pro Raum schlafen. Dann hat jeder Gast mehr Platz für sich.» Da jedoch der Hüttenumriss nicht verändert werden soll, wird die gesamte Bettenzahl auf rund 40 beschränkt. Denn äusserlich will der SAC das Traditionsgebäude möglichst unverändert lassen. Dies, weil sich die Hütte optimal in die Landschaft integriert.«Das Begrenzen der Plätze stellt kein Problem dar», versichert der SAC-Sektionspräsident. Die Hütte sei selten ganz ausgelastet. Zudem ist die Infrastruktur veraltet und muss saniert werden. So stehen den Gästen heute nur zwei Toiletten zur Verfügung, die nicht nach Geschlechtern getrennt sind. Hinzu kommt, dass die Leitungen im ganzen Gebäude alt sind. «Deshalb, und weil in den oberen Etagen einige Räume komplett neu gestaltet werden, braucht es auch im Erdgeschoss neue Stützwände», sagt Piazza. Aus diesen Gründen sei die Investitionssumme mit 1,2 Millionen relativ hoch. Das Budget für weitere Planungsarbeiten haben die SAC-Mitglieder an der Generalversammlung vom 11. April gutgeheissen.

SAC will Fels aushöhlen

Demnächst werden geologische Abklärungen durchgeführt. Die Projektleiter möchten wissen, ob man zusätzlichen Raum gewinnen kann, indem man den Felsen aushöhlt. Noch steht der Entscheid des Kantons Uri zum Projekt des Umbaus der Hüfihütte aus.

Wenn alles nach Plan läuft, will der SAC sämtliche Bauarbeiten im kommenden Jahr durchführen. Da jedoch im Winter auf einer Höhe von 2337 Metern mit höchster Wahrscheinlichkeit Schnee liegt, fällt der Umbau mitten in die Sommersaison. Dementsprechend müsste die Hütte vorübergehend geschlossen werden.