Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

BRISTEN: Jetzt werden wieder Kristalle verkauft

Der Strahlerverein Bristen-Maderanertal lädt zur Mineralienbörse. Vereinspräsident Kurt Fedier erwartet rund 300 Besucher. Diese kaufen längst nicht alle ausgestellten Kristalle – im Gegensatz zu früher.
Die Funde der Riesenkristalle tragen dazu bei, dass das Strahlnen im Kanton Uri sehr beliebt ist. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Funde der Riesenkristalle tragen dazu bei, dass das Strahlnen im Kanton Uri sehr beliebt ist. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Keine Frage, im Kanton Uri gibt es wunderschöne und riesige Kristalle zu entdecken. Unvergessen bleiben die Jahrhundertfunde in den Jahren 2005 und 2008, bei denen tonnenschwere Kristalle aus den Tiefen der Urner Berge geholt wurden. Die Stücke und deren Finder machten weltweit Schlagzeilen.

Mit ganz so grossen Kristallen darf man morgen Sonntag in Bristen kaum rechnen. Nichtsdestotrotz wird es in der Turnhalle des Schulhauses schön funkeln, und es werden hier und da wohl grosse Augen zu sehen sein. Denn die jährliche Mineralienbörse des Strahlervereins Bristen-Maderanertal steht an, die Turnhalle wird voller Kristalle sein. Seit den 1970er-Jahren gibt es die Mineralienbörse in Bristen. Dabei gelangen immer wieder auch Stücke zum Verkauf, die für mehrere tausend Franken über den Tisch gehen. Vereinspräsident Kurt Fedier erklärt, dass die Preisspanne der Kristalle an der Mineralienbörse jeweils zwischen 1 und etwa 10000 Franken liege. Aber nicht jeder Fund gelangt auch tatsächlich in den Verkauf: «Die schönsten Stücke, die ich finde, behalte ich für mich und bewahre sie in meiner Privatsammlung auf», sagt der Strahler.

Das wird wohl auch bei anderen der 15 bis 20 Verkäufer der Fall sein, die morgen ihre Fundstücke zum Verkauf anbieten. Dabei dürfen nur Mitglieder des Strahlervereins Bristen-Maderanertal als Verkäufer auftreten. Rund 300 Mitglieder zählt die Organisation. Die Verkäufer legen den Preis ihrer Ware selber fest und können das Geld auch selber behalten.

Mehr als die Hälfte bleibt liegen

Heute werden laut Kurt Fedier bei weitem nicht mehr alle Kristalle, die angeboten werden, auch tatsächlich verkauft. Mehr als die Hälfte bleibe an der Mineralienbörse jeweils liegen: «In den 1970er- und 80er-Jahren wurde jeder einzelne Kristall verkauft.» Heute sei es ein Luxusartikel, den «nicht jeder brauche». Der Umsatz der Mineralienbörse betrage trotzdem geschätzt mehrere zehntausend Franken: «Aber es ist schwierig einzuschätzen, weil wir untereinander nicht diskutieren, wie viel genau verkauft wurde.»

Der Anlass zieht laut Kurt Fedier jedes Jahr etwa 300 Besucher an. Grösser will man nicht werden, erklärt der 49-Jährige, der seit neun Jahren Präsident des Vereins ist. «Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Mineralienbörsen sein.»

Für Kurt Fedier macht übrigens nicht der Verkauf den Reiz am Strahlen aus, sondern die Zeit in den Bergen: «Und wenn man einen Kristall findet, ist es ein schönes Gefühl, wenn er zum ersten Mal ans Tageslicht kommt. Man weiss zudem, dass noch niemand anderes den Kristall je zuvor gesehen hat.»

Matthias Stadler

matthias.stadler@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Mineralienbörse des Strahlervereins Bristen-Maderanertal findet morgen Sonntag von 9 bis 17 Uhr in der Turnhalle des Schulhauses Bristen statt. Der Anlass ist öffentlich. Eintritt Erwachsene: 5 Franken; Kinder bis 16 Jahre: gratis.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.