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BRISTEN: Regierung will kein Rotlicht

SP-Landrat Thomas Huwyler hatte bei der Bristenstrasse Rotlichtanlagen angeregt, weil es immer wieder gefährliche Kreuzungsmanöver mit dem Postauto gebe.
Elias Bricker
Ob Amsteg können Autos noch problemlos kreuzen oder überholen. Weiter oben wird es aber eng. (Bild: Urs Hanhart (Amsteg, 13. April 2017))

Ob Amsteg können Autos noch problemlos kreuzen oder überholen. Weiter oben wird es aber eng. (Bild: Urs Hanhart (Amsteg, 13. April 2017))

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

Die Strasse von Amsteg hinauf nach Bristen ist kurvenreich und an gewissen Stellen so eng, dass Fahrzeuge nicht kreuzen können. Grosse Tafeln in Bristen und Amsteg weisen die Autofahrer daher darauf hin, dass zu bestimmten Zeiten das Postauto auf der Bristenstrasse unterwegs ist und währenddessen die Durchfahrt für Autos in der Gegenrichtung nicht gestattet ist.

«Trotzdem kommt es regelmässig zwischen mehrheitlich auswärtigen Auto- sowie Velofahrern und dem Postauto zu gefährlichen Situationen», schrieb SP-Landrat Thomas Huwyler Anfang September in einer Kleinen Anfrage an die Urner Regierung. Der Altdorfer regte darin an, anstelle der Tafeln Rotlichtanlagen aufzustellen.

Verbot schränkt Mobilität der Bristner ein

Jetzt hat der Urner Regierungsrat die Kleine Anfrage beantwortet. Er erachtet es als nicht nötig, Rotlichtanlagen zu installieren. «Die Beschilderung der Postautokurszeiten hat sich bewährt, obschon der Kennzeichnung kein Verbotscharakter zukommt», schreibt die Regierung in ihrer Antwort. Auf den Erlass eines eigentlichen Verbots mit Sperrzeiten sei bewusst verzichtet worden. Denn die Strasse sei für die Bristner die einzige Verbindung nach aussen. «Die Tafel erfüllt ihren Zweck durchaus», so die Regierung weiter. «Sie dient vorab als Hinweis für Automobilisten, die es nicht gewohnt sind, Bergstrassen zu befahren.»

Die Einrichtung eines Rotlichts hätte – neben den zu erwartenden Kosten – insbesondere für die einheimische Bevölkerung einschneidende Einschränkungen zur Folge. Um Gegenverkehr zu vermeiden, müsste pro Postautokurs jeweils ein fixes Zeitfenster von 15 bis 20 Minuten auf Rot geschaltet werden. Dies aus dem Grund, dass die Strasse in eine Richtung bereits einige Minuten vor dem Postautokurs gesperrt werden müsste, damit sich keine Autos auf der Strasse befinden. «Dadurch würde die Mobilität der Bristner Bevölkerung stark eingeschränkt», schreibt der Regierungsrat. Daher hätten sich auch die Vertreter des öffentlichen Verkehrs und die Gemeinde Silenen gegen ein Rotlicht ausgesprochen. Denn pro Tag gebe es bis zu elf Postautokurse. Dies hätte täglich Sperrzeiten von bis zu dreieinhalb Stunden zur Folge.

Mehrere Ausweichstellen ermöglichen das Kreuzen

Zwar komme es laut Regierungsrat oft zu Situationen, bei denen Autofahrer rückwärtsfahren müssten, um einem Postauto oder Lastwagen Platz zu machen. Dies habe aber bisher zu keinen nennenswerten Problemen geführt. Denn wo möglich seien Ausweichstellen geschaffen worden, um die Rückwärtsfahrdistanzen kurz zu halten. Da die Strasse mit dem Signal Bergpoststrasse beschildert sei, müssten Autofahrer zudem beim Kreuzen mit dem Postauto die Weisungen des Postautochauffeurs beachten.

Auf den heutigen Hinweis­tafeln in Bristen und Amsteg wird zudem nur auf Deutsch auf die Postautokurse hingewiesen. Die Regierung sieht aber auch künftig keine Übersetzungen vor. Sie kann sich aber eine Neugestaltung der Tafeln vorstellen, falls diese dereinst ersetzt werden oder allenfalls ein Lastwagen­verbot während der Fahrzeiten der Postautos erlassen würde.

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