BRISTEN: Reussgrund soll attraktiver werden

Bei der Talstation der Seilbahn Golzern soll ein Kiosk mit Cafeteria und öffentlichem WC gebaut werden. Als Trägerin tritt die Seilbahngenossenschaft auf.

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So könnte das Kioskgebäude bei der Talstation der Golzern-Bahn aussehen. Visualisierung: PD

So könnte das Kioskgebäude bei der Talstation der Golzern-Bahn aussehen. Visualisierung: PD

Der Reussgrund rund um die Talstation der Seilbahn Golzern hat Potenzial. Das haben auch die Gemeinde Silenen, die Seilbahngenossenschaft Golzern, die Dorfladen-Genossenschaft Bristen sowie die Alpen Stössi und Etzli bemerkt. Sie sind sich einig, dass der Reussgrund im hinteren Teil von Bristen attraktiver gestaltet werden soll.

«Jedes Jahr kommen sehr ­viele Gäste ins Maderanertal, um sich an der herrlichen, wildromantischen und unberührten Natur zu erfreuen», heisst es in einer Medienmitteilung. Deshalb soll der zentrale Ausgangspunkt bei der Talstation der Seilbahn Golzern für Wanderungen und Ausflüge aufgewertet werden. Den Visionären schwebt ein Neubau mit Kiosk, Cafeteria und einer öffentlichen WC-Anlage vor. «Sei es als Abschluss einer tollen Wanderung, ein unvergesslicher Ausflug oder auch nur ein Besuch: Man könne gemütlich einkehren und sich an den regionalen Produkten aus den umliegenden Alpen und dem Gewerbe erfreuen, heisst es in der Mitteilung.

Projekt passt in die Landschaft

Das Projekt ist bereits fortgeschritten. Das Projektteam war sich bald einig, dass die Seilbahngenossenschaft Golzern als ideale Trägerschaft und Eigentümerin in Frage kommen könnte. Mit Unterstützung der Gemeinde Silenen wurde eine erste Projektstudie gestartet. Nach mehreren Sitzungen entwarfen die Architekten vom Architekturbüro Heinz Meier ein Projekt, welches optimal in die Region und Landschaft passt.

Es handelt sich dabei um einen interessanten Neubau im Stil eines älteren Bauernhauses mit zwei Schleppbalkonen, der vor dem neuen EWA-Kraftwerk auf der Parzelle der Gemeinde Silenen erstellt wird. Kiosk, Cafeteria und WC-Anlage würden sich im Parterre befinden. Ergänzt würde das Projekt mit zwei Mietwohnungen.

An der ausserordentlichen GV vom 27. Januar 2017 der Seilbahngenossenschaft Golzern haben die Genossenschafter einstimmig der Strategie des Vorstandes und der weiteren Planung des Projektes zugestimmt.

«Das Kerngeschäft der Seilbahngenossenschaft ist und bleibt die Seilbahn», wird festgehalten. «Die Seilbahn ist ein wichtiger Bestandteil einerseits zur Erschliessung und andererseits für den touristischen Nutzen der Region.» Mit einer zusätzlichen neuen Immobilie könnte aber ein zweites Standbein aufgebaut werden. Neben dem Seilbahnbetrieb und der zusätzlichen Vermietung von einer Geschäftsfläche (Kiosk und Cafeteria) und zwei Wohnungen, könnte die Seilbahn über Jahrzehnte ihre Existenz sicherstellen. Läuft alles nach Plan, kann im Sommer/Herbst mit dem Bau begonnen werden. (red)