Bristenstrasse in Silenen soll bei Sanierung auch moderne Leitplanken erhalten

Bei der Erneuerung der Bristenstrasse soll auch das Leitplankensystem verbessert werden. Für Zweiräder wird allerdings nicht durchgehend Sicherheit herrschen.

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(lur)

Für knapp 18 Millionen Franken soll die Bristenstrasse in Silenen saniert werden. Den entsprechenden Kredit von 13 Millionen Franken hat der Urner Landrat bereits im Januar bewilligt. Der Rest stammt aus dem ordentlichen Unterhaltsprogramm. Seit Mai sind nun die ersten Sanierungsarbeiten im Gang.

Dem Silener SVP-Landrat Hansheiri Ziegler ist es dabei ein besonderes Anliegen, dass bei der Erneuerung auch die Leitplanken der Strasse auf den neusten Stand gebracht werden. Er hoffe, dass «die Bristenstrasse auch durchgehend mit einem dem heutigen Standard gerechten Leitplankensystem gesichert werden kann». Dies hielt er im Mai in seiner parlamentarischen Empfehlung fest, die auch der Silener CVP-Landrat Elias Epp unterzeichnete.

Die Bristenstrasse wird umfassend saniert.

Die Bristenstrasse wird umfassend saniert.

Urs Hanhart

Auch der Regierungsrat hält neue Schutzplanken für wichtig, wie aus seiner Antwort auf die Empfehlung hervorgeht, die seit kurzem vorliegt. «Ein den aktuellen Normen entsprechendes Rückhaltesystem» soll dort eingebaut werden, wo die Strasse umfangreich saniert wird.

Schutz für Zweiräder nicht überall möglich

Auch an die Töff- und Velofahrer denkt der Regierungsrat dabei. Wo es «verhältnismässig und sinnvoll» sei, soll ein sogenannter Unterfahrschutz eingebaut werden. Dieser verhindert, dass Zweiräder unter der Leitplanke durchrutschen und abstürzen können, indem unter der Leitplanke eine zusätzliche Abschrankung eingebaut wird.

Hierbei seien jedoch auch Grenzen gesetzt. «Die Ansprüche des Natur- und Heimatschutzes oder die Anforderungen für den betrieblichen Unterhalt» liessen sich nicht immer mit einem «maximalen Rückhaltesystem» vereinbaren, schreibt der Regierungsrat weiter. So verursache etwa der besagte Unterfahrschutz bei Bergstrassen «erhebliche Probleme» im betrieblichen Unterhalt. Die Felsreinigung und die Schneeräumung würden dadurch erschwert, was dann mehr Personal und zusätzliche Ausrüstung erfordern würde. Auch die ausreichende Verankerung der Leitplanken sei je nach Umständen nicht immer möglich.

Der Sicherheit würde bei der Bristenstrasse aber «gebührend Rechnung getragen». Die Ansprüche an Sicherheit, betrieblichen Unterhalt, Natur- und Heimatschutz würden jeweils gegeneinander abgewogen. Auf dieser Basis werde dann entschieden, mit welchen Massnahmen man diesen Ansprüchen auf dem jeweiligen Abschnitt «am ehesten gerecht wird».

Weil neue Leitplanken somit sowieso schon angedacht sind, empfiehlt der Regierungsrat dem Landrat, die parlamentarische Empfehlung Zieglers nicht zu überweisen.