Bristenstrasse soll für 17,6 Millionen Franken saniert werden

Im Kanton Uri soll die über hundert Jahre alte und steinschlaggefährdete Strasse ins Bergdorf Bristen umfassend saniert werden. Der Urner Regierungsrat beantragt einen Verpflichtungskredit von 13 Millionen Franken.

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Die Bristenstrasse – hier nach der Wiederöffnung im April 2017.

Die Bristenstrasse – hier nach der Wiederöffnung im April 2017.

Urs Hanhart, Silenen,
13. April 2017

(sda) Damit die Sanierung vordringlich und unabhängig vom Strassenunterhaltsprogramm realisiert werden kann, beantragt der Regierungsrat dem Landrat einen Verpflichtungskredit von 13 Millionen Franken. Arbeiten im Umfang von 4,6 Millionen Franken sollen ordentlich über das Unterhaltsprogramm abgewickelt werden.

Der Regierungsrat geht in seiner am Dienstag publizierten Botschaft an den Landrat davon aus, dass die Arbeiten 2020 aufgenommen werden können und sich bis über 15 Jahre hin erstrecken. Ausgeführt werden sollen die Arbeiten in einem Zweijahreszyklus: Ein Jahr wird geplant, ein Jahr wird gebaut.

Die Strasse ins Bergdorf Bristen ist von 1910 bis 1912 für den Fuhrverkehr gebaut und seither nur stellenweise ausgebaut worden. Sie führt durch ein steiles Gelände, in dem es immer wieder Steinschläge und Felsstürze gibt. Zudem weist das Bauwerk Schäden auf.

Forderung nach Notstrasse

2017 war ein zehn Meter langes Strassenstück abgerutscht, die Strasse war darauf während mehreren Wochen gesperrt. Es gab politische Forderungen für eine Notstrasse, damit Bristen auch bei einer Strassensperrung per Auto erreichbar sei. Regierung und Parlament lehnten dies 2018 ab. Es wurde aber damals in Aussicht gestellt, Instandsetzungsmassnahmen vordringlich zu behandeln.

Dringlich ausgeführt werden soll namentlich die Naturgefahrenabwehr, also Schutzbauten und Felssicherungen. Dringlich sind aber auch Massnahmen an den Stützkonstruktionen der serpentinenreichen Strasse. Weitere Massnahmen betreffen etwa den Schutz vor Erosionen.

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