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BRÜCKENANGEBOT: Urner Schule verhilft zu gutem Start ins Berufsleben

Der Kanton Uri bietet spät in die Schweiz eingereisten Jugendlichen ein neues integratives Brückenangebot. Das soll die beruflichen Möglichkeiten verbessern.
Paul Gwerder

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Das Interesse an der Informationsveranstaltung Integratives Brückenangebot (IBA) war recht gross. Rund zwei Dutzend junge Ausländerinnen und Ausländer sowie ebenso viele Betreuungspersonen aus sozialen Institu­tionen und Personen aus der Wirtschaft kamen am Donnerstagabend ins Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri. Dort wurden sie von Rektor David Schuler und Abteilungsleiter Herbert Venzin willkommen geheissen. «Für mich ist das IBA ebenfalls neu. Es stellt uns vor eine gewisse Herausforderung, denn beim Start nach den Sommerferien müssen die erfahrenen Lehrpersonen ebenfalls bereit sein», sagte der Rektor.

Mit dem IBA bietet Uri für spät eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren die Voraussetzungen, um in ein bestehendes Brückenangebot einsteigen zu können. Das Konzept IBA ist breit abgestützt: Vertreter des Amts für Berufsbildung, der Wirtschaft Uri, der Berufsberatung, des Amts für Migration und des SRK haben daran mitgearbeitet.

Gefragt sind nun Bereitschaft und Motivation

«Im Herbst starten wir mit einer Klasse mit 15 Schülerinnen und Schülern», erklärte Herbert Venzin. Für die Teilnahme am IBA werden Sprachkenntnisse von mindestens A2 vorausgesetzt, dies ist schon die erste grosse Hürde, welche die Lernwilligen nehmen müssen. Da die Nachfrage recht gross ist, will die Schule anhand von Gesprächen mit den 16 bis 25 Jahre alten Jugendlichen und jungen Erwachsenen herausfinden, wer am Angebot teilnehmen kann. «Für mich sind die wichtigsten Kriterien Motivation und Leistungsbereitschaft, und die zukünftigen Schüler müssen bereit sein, sich in Gesellschaft und Arbeitswelt zu integrieren», betonte David Schuler.

Zudem werden nur Kandidatinnen und Kandidaten mit folgendem Aufenthaltsstatus auf­genommen: aus dem EU-Efta-Raum (Ausweis B), aus Dritt­staaten (Ausweis B), anerkannter Flüchtling (Ausweis B), vorläufig aufgenommener Flüchtling (Ausweis F) oder eine vorläufig aufgenommene Person (Ausweis F).

Im Frühling werden die Anmeldungen an die Aufnahmekommission des BWZ Uri weitergeleitet. Diese entscheidet über die Aufnahme, und danach werden die Kandidaten bis Ende Juni über den Entscheid zur Aufnahme oder Ablehnung informiert.

Vorkurs soll zu guter Sprachkompetenz verhelfen

Für die Lernenden im IBA sind drei Stufen (Spracherwerb, Brü-ckenangebote und Einstieg in die Berufsbildung) vorgesehen. Um den Zugang auch für Jugendliche ohne das verlangte Sprachniveau zu ermöglichen, gehört ein halbjähriger Vorkurs zum IBA. Innerhalb dieses IBA-Vorkurses wird die Sprachkompetenz bis zum Niveau A2 aufgebaut. Das BWZ Uri führt drei Arten von Brückenangeboten, die den Fokus Integration (IBA), Unterricht (SBA) oder Praktikum (KBA) haben. Wenn immer möglich, soll danach der Einstieg ins Berufsleben über eine Lehre erzielt werden.

Schulisches Angebot ist breit gefächert

Rektor David Schuler stellte die Schuljahresplanung vor: Von Montag bis Freitag gibt es 26 Lektionen und dazu vier Lektionen Einzelcoaching/Lerncoaching. Das wichtigste Schulfach wird Deutsch (10 Lektionen) vor Mathematik (6) sein. Neben den schulischen Bildungsinhalten werden Kenntnisse über die gesellschaftlichen Verhältnisse und Lebensbedingungen in der Schweiz vermittelt sowie über das schweizerische Rechtssystem und die grundlegenden Normen und Regeln, die für ein geordnetes Zusammenleben in der Schweiz zu befolgen sind.

«Wir sind heute an der Planung, und ich kann sagen, dass wir fächerübergreifend unterrichten», so Venzin. Der Rektor sagt zu den Lernwilligen: «Sie kommen freiwillig, und deshalb erwarten wir, dass Sie sich in diesem Jahr durchbeissen.» Neben dem Lernbereich gibt es noch praktische Kurse in Werkstätten, Schnuppertage in Betrieben, Arbeitseinsätze auf dem Land und im Wald sowie Betriebsbesichtigungen.

Die Kosten für Teilnehmende am Vorkurs zum IBA betragen insgesamt 440 Franken und für den IBA 880 Franken. Es besteht die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen, sofern die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eltern oder gesetzlich Verpflichteten nicht ausreichend ist.

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