Bruno Arnold ist als Landrat für Seedorf gewählt

Der Parteilose Bruno Arnold ist mit 266 Stimmen für Seedorf in den Landrat gewählt worden. Er setzte sich gegen zwei Konkurrentinnen durch.

Florian Arnold
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2. Wahlgang für den Urner Landrat - Seedorf

gewählt
Bruno Arnold
Bruno Arnold
parteilos
266
Verfügbare Sitze: 1
Flavia Schuler
Flavia Schuler
SVP
167
Céline Walker
Céline Walker
SP
75
Der Parteilose Bruno Arnold.

Der Parteilose Bruno Arnold.

Bild: PD

Der pensionierte Journalist Bruno Arnold (Parteilos) zieht mit 266 Stimmen in den Urner Landrat ein. Er erzielte beim 2. Wahlgang das beste Resultat und setzte sich somit gegen Flavia Schuler-Planzer (SVP, 167 Stimmen) und Céline Walker (SP/Juso, 75 Stimmen) durch. Arnold wird sich der CVP-Fraktion anschliessen, wie er bereits im Wahlkampf bekannt gegeben hatte. Damit wird die Wahlsiegerin CVP noch zusätzlich gestärkt.

Mit 331 Stimmen hatte Bruno Arnold (parteilos) am 8. März das absolute Mehr von 345 Stimmen nur ganz knapp verpasst. In einer Mitteilung schrieb er kurz darauf: «Ich erachte das sehr gute Resultat, das ich im ersten Wahlgang erzielt habe, nicht nur als Zeichen des Vertrauens von fast 50 Prozent der Stimmenden, sondern gleichzeitig auch als Verpflichtung der Wählerschaft gegenüber.» Deshalb stellte er sich für den zweiten Wahlgang nochmals zur Verfügung.

Nochmals angetreten war auch Flavia Schuler-Planzer für die SVP. Sie bringe breite Erfahrung als selbstständige Unternehmerin und als Arbeitnehmerin mit, schrieb der Vorstand der Ortspartei. Schuler führte über 20 Jahre mit ihrem Mann eine Transportunternehmung, nun ist die Mutter von vier Kindern als kaufmännische Mitarbeiterin beschäftigt. Flavia Schuler-Planzer ist im Tessin aufgewachsen und hat dort auf der Gemeindeverwaltung von Giubiasco die kaufmännische Lehre absolviert. Sie spricht perfekt Italienisch. «Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Flavia Schuler-Planzer zusätzlich neben den beiden CVP-Herren eine fähige, bodenständige und lösungsorientierte Frau nach Altdorf schicken könnten», schrieb die Ortspartei nach dem ersten Wahlgang. «Sie ist keine Frau der grossen Worte. Taten und Transparenz sind ihr sehr wichtig.»

Kandidiert hatte ausserdem Céline Walker (SP/JUSO). Die 20-jährige Studentin hat im ersten Wahlgang den fünften Platz erreicht und damit einen Achtungserfolg verzeichnen können. Es müsse ein klares Zeichen für Frauen gesetzt werden, liess sich Kampagnenleiter Viktor Nager zitieren. Es sei bezeichnend, dass in den Majorzgemeinden bisher fast ausschliesslich Männer gewählt wurden.