Bürglen
Bürgler Nationalturner bereiten sich auf Wettkämpfe vor

Der 56. Zentralschweizer Nationalturntag in Bürglen im September soll der Saisonhöhepunkt werden. Dafür ist das OK bereits auf Kurs.

Paul Gwerder
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Pünktlich um 19 Uhr machte am Freitagabend Trainer Andi Imhof den Appell auf dem Sportplatz Loch in Bürglen. Danach ging es unter der Leitung vom 18-jährigen Nachwuchsturner Remo Roner ans 15-minütige Einlaufen und Einturnen. «Ich war sehr zufrieden, wie die fast 30 jungen Burschen mitmachten. Einzig gegen Schluss, bei den anstrengenden seitlichen Liegestützen, sind die Schwächeren langsam ans Limit gekommen», so Roner. Danach verteilten sich die Turner an den fünf Posten, bei denen unter Aufsicht der J+S-Leiter trainiert wurde.

Der Hochweitsprung ist eine der spektakulärsten Disziplinen.

Der Hochweitsprung ist eine der spektakulärsten Disziplinen.

Bild: Paul Gwerder (Bürglen, 23. April 2021)

Dabei wurden die Disziplinen Steinheben, Steinstossen, Weitsprung und Freiübung trainiert und die spektakulärste Disziplin, der Hochweitsprung, bei dem nicht nur mit geradem Anlauf möglichst hoch, sondern zusätzlich auch weit gesprungen werden musste. Zum Nationalturnen gehört zudem noch der Schnelllauf, das Ringen und Schwingen dazu. In einem Wettkampf wird je nach Alter in bis zu sieben Kategorien geturnt, wobei gewisse Disziplinen wählbar sind. Um in diesem Sport erfolgreich zu sein, sind Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer gefragt. Wegen der besonderen Covid-19-Situation durften bis zum heutigen Tag nur Kinder und Jugendliche mit Jahrgang 2001 oder jünger in allen Sportarten trainieren.

«Endlich nicht mehr nur trainingsmässig»

Am 8. Mai werden zahlreiche Bürgler am 2. Tösstaler Nationalturnwettkampf teilnehmen. Dazu sagte Andi Imhof: «Unsere jungen Turner sind froh über diesen Wettkampf, denn endlich können sie wieder etwas machen und zeigen – und dies nicht nur trainingsmässig.»

Der seitliche Liegestütz brachte einige Turner an ihre Grenzen.

Der seitliche Liegestütz brachte einige Turner an ihre Grenzen.

Bild: Paul Gwerder (Bürglen, 23. April 2021)

Am 11. September ist in diesem Jahr der 56. Zentralschweizer Nationalturntag in Bürglen geplant, der wegen der Pandemie im Jahr 2020 nicht stattfinden konnte. Das 32-köpfige Organisationskomitee unter der Leitung des ehemaligen Nationalturners Stefan Arnold ist auf Kurs. Wie Medienchef Roman Imhof sagte, ist das OK seit geraumer Zeit an der Planung, obwohl das Virus die Arbeit nicht gerade erleichtert. Der OK-Präsident ist überzeugt, dass es in Bürglen einen würdigen Anlass geben wird – egal in welcher Form. Da die Platzverhältnisse auf dem Sportplatz Loch beschränkt sind, können jedoch «nur» 280 Turner am Saisonhöhepunkt teilnehmen.

«Das zeigt, dass in Uri das Nationalturnen voll im Trend ist»

Das Bürgler OK zeigt sich stolz, nach den Eidgenössischen Nationalturntagen 2011 wieder einen Verbandsnationalturntag organisieren zu dürfen. Stefan Arnold schreibt in seinem Begrüssungswort, dass der TV Bürglen mit fast 50 Turnern am Start sein will, und dies zeige, dass im Kanton Uri das Nationalturnen voll im Trend ist. Das Gabenkomitee unter der Leitung von Markus Imhof ist trotz der schwierigen Aufgabe positiv gestimmt: «Wir können mit gutem Gewissen sagen, dass jeder Turner einen schönen Preis nach der Siegerehrung mit nach Hause nehmen kann.» Besonders erwähnenswert sei der 1. Preis in der Kategorie A: «Eine Woche Skiferien in Disentis». Dies kam zu Stande, da der OK-Präsident Direktor bei den Disentis Bergbahnen ist.

Schon heute bedankt sich das OK bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern und den grosszügigen Sponsoren.