BÜRGLEN: Durchfluss wird besser reguliert

Beim Stiglissammer Bürglen wird ein steuerbares Stahlelement zur Regulierung des Durchflussquerschnittes eingebaut. Die Arbeiten dauern bis Ende Juli 2009.

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In Bürglen wird ein Stahlelement zur Regulierung des Durchflusses eingebaut. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

In Bürglen wird ein Stahlelement zur Regulierung des Durchflusses eingebaut. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Der Geschiebesammler Stiglisbrücke am Schächen oberhalb des Dorfes Bürglen wurde nach dem grossen Hochwassereignis von 1977 für einen wirkungsvollen Geschieberückhalt mit einem Fassungsvolumen von rund 100'000 m3 Festmaterial geplant und in den Folgejahren erstellt. Er ist so konzipiert, dass sich während der Hochwasserspitze das Material ablagern und nach dem Hochwasserereignis wieder kontinuierlich in den Unterlauf fliessen kann. Beim Hochwasser vom August 2005 hat sich der Geschiebesammler jedoch noch während des Hochwasserereignisses selbständig durch die Grundablassöffnung entleert.

Einbau einer Grundablassschütze
Der Einbau der Stahlelemente als Grundablassschütze war in den Monaten Februar bis April 2009 vorgesehen. Wie die Baudirektion des Kantons Uri mitteilte, konnten wegen Einsprachen gegen die Arbeitsvergabe die Vorbereitungsarbeiten erst ab anfangs Mai 2009 begonnen werden.
Damit während der Bauphase keine Verschlechterung der Hochwassersicherheit für den Urner Talboden entsteht, wird der im Rahmen der vorgezogenen Massnahmen erstellte Verschluss zum Grundablass nicht verändert. Lediglich für den Einbau der Stahlkonstruktion müssen die Rechenstäbe dreimal während zirka eineinhalb Tagen ausgebaut werden. Die neue Grundablassschütze wird Ende Juli 2009 in Betrieb genommen werden können. Ab diesem Zeitpunkt kann der Geschiebeeintrag in den Unterlauf reguliert werden.

rem