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BÜRGLEN: Generalvikar Kopp kritisiert Bistumssprecher

«Ich bin in den Entscheid, Pfarrer Bucheli zu versetzen, nie einbezogen worden», betont Generalvikar Martin Kopp.
Anian Heierli
Generalvikar Martin Kopp: «Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die erste Kontaktnahme zu einem ultimativen Gespräch wird.» (Bild: PD)

Generalvikar Martin Kopp: «Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die erste Kontaktnahme zu einem ultimativen Gespräch wird.» (Bild: PD)

Der Urschweizer Generalvikar Martin Kopp ist genervt. Er will Aussagen, die der Mediensprecher des Bistums Chur, Giuseppe Gracia, im Fall Bucheli über ihn gemacht hat, richtigstellen. «Ich muss mich gegen eine Information zur Wehr setzen, auf die Gefahr hin, eine Auseinandersetzung via Medien unnötigerweise zu verlängern», schreibt Kopp.

«Eine Peinlichkeit vertuschen»

Gracia hat gegenüber unserer Zeitung erklärt, Martin Kopp sei mit Chur im Gespräch gewesen, Wendelin Bucheli zur Demission als Pfarrer von Bürglen aufzufordern (siehe unsere Zeitung vom 20. Februar). Gracia erwecke mit seinen Aussagen den Eindruck, er (Kopp) sei in die Massnahme gegen Pfarrer ­Bucheli einbezogen worden. Das sei aber nie der Fall gewesen. «Wahr ist, dass ich in keiner Weise in eine Beratung miteinbezogen worden bin oder in irgendeiner Weise um meine Einschätzung oder Meinung gefragt worden bin.» Dazu schreibt Kopp: «Das weiss auch Herr Gracia, aber es scheint, er hat ein Interesse, diese Peinlichkeit zu vertuschen.

Gracia sagte am 20. Februar gegenüber unserer Zeitung weiter: «Zudem hat Martin Kopp zwei Tage vor dem Gespräch zwischen dem Bischof und Pfarrer Bucheli mit dem Bischof telefoniert und ihm seine Sicht der Dinge dargelegt.» Auch diese Aussage lässt der Urschweizer Generalvikar so nicht gelten. Ein Telefonat zwischen dem Bischof und ihm habe tatsächlich stattgefunden, doch er selber habe Bischof Huonder angerufen, so Kopp.

Nur wegen eines Anliegens

Er habe sich aber angesichts der völlig offenen Situation nur zu einem Anliegen geäussert. «Da ich gehört hatte, das lange geplante Gespräch mit Pfarrer Bucheli stehe unmittelbar bevor, bat ich den Bischof, zu bedenken, dass Pfarrer Bucheli bis vor kurzem wegen eines Streifschlags ganz arbeitsunfähig gewesen war und dass es ihm gesundheitlich immer noch nicht gut gehe», so Kopp. «Ich bat deshalb um Schonung und darum, dass der Bischof allein mit Pfarrer Bucheli spreche.» Bischof Huonder habe ihm das auch zugesichert, so Kopp. «Bischof Huonder teilte mir aber nichts von seinen Absichten mit. Vor allem konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese erste Kontaktnahme zu einem ultimativen Gespräch wird», schreibt Kopp, «nachdem vorher keine Untersuchungen oder Abklärungen stattgefunden hatten.»

Nie um eine Meinung gefragt

«Es stimmt, dass ich zwei Tage vor der Bekanntgabe in der ‹NZZ am Sonntag› die Briefkopie aus Chur zur Kenntnis nehmen konnte», hält Kopp in seiner schriftlichen Mitteilung an unsere Zeitung fest. «Das ändert aber nichts daran, dass ich bis zum entscheidenden Punkt nie um eine Meinung gefragt wurde. Ich konnte nur zur Kenntnis nehmen – wie die Öffentlichkeit auch.» Er fühle sich verpflichtet, Verdrehungen richtigzustellen.

«Mir scheint, auch im kirchlichen Bereich besteht die Kunst eines Informationsministers zuweilen darin, die Fakten so zu verknüpfen, dass das Ganze am Ende zur Desinformation gerät», hält Kopp abschliessend fest.

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