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BÜRGLEN: Holzreste werden zu Kunst

Stefan Bissig zeigt im Planzerhaus in Bürglen seine Skulpturen. Geschaffen hat er diese aus verschiedenen Holzstücken, die andere entsorgt oder verbrannt hätten.
Markus Zwyssig
Stefan Bissig zeigt im Planzerhaus in Bürglen Skulpturen, die er aus unterschiedlichen Holzarten geschaffen hat. (Bild Markus Zwyssig)

Stefan Bissig zeigt im Planzerhaus in Bürglen Skulpturen, die er aus unterschiedlichen Holzarten geschaffen hat. (Bild Markus Zwyssig)

In den Ferien in Griechenland, auf einer Wanderung in den Bürgler Bergen oder bei einem Spaziergang am See – Stefan Bissig ist immer auf der Suche nach besonderem Holz. Manchmal interessiert ihn auch der Balken eines alten Hauses oder ein defektes Möbelstück. «Wenn irgendwo gerade ein alter Baum gefällt worden ist, frage ich, ob ich ein Stück davon haben kann», sagt der in Erstfeld wohnhafte Urner.

Zu Hause bearbeitet er das gefundene Material, das andere weggeworfen oder verbrannt hätten, mit der Maschine und von Hand. Stundenlang kann er in seinem Werkraum verweilen. Dabei hat er keinen festen Plan, wenn er mit der Arbeit beginnt. «Die Formen ergeben sich, wenn ich einmal begonnen habe», sagt Bissig.

Auf der Suche nach neuen Ideen

Die Arbeit an den Skulpturen ist für Stefan Bissig ein Hobby. «Manchmal bin ich stundenlang damit beschäftigt, dann kann ich fast nicht mehr aufhören.» Es komme aber auch vor, dass er mehrere Wochen nicht in den Werkraum gehe. Er lässt sich gerne inspirieren, sammelt neue Erfahrungen. So hat er denn auch Kurse in Deutschland und Stans besucht. Seither widmet er sich vertieft den Skulpturen. Zuvor hat er vor allem mit Schwemmholz gearbeitet, dieses gereinigt und bearbeitet. Die im Planzerhaus ausgestellten Skulpturen sind aus unterschiedlichen Materialien entstanden. Holz von einem Mammutbaum hat er ebenso verwendet wie Olivenholz, Linde, Ahorn, Buche oder Tanne. Ganz besonders gut eigne sich auch Balsenholz. Ein Material, das man vom Modellbau her kennt. Es ist sehr leicht und mit wenig Kraft zu bearbeiten. «Man muss aber aufpassen», erklärt Stefan Bissig. «Mir ist es schon passiert, dass sich mein Ring plötzlich im Holz abgezeichnet hat.» Je nach Maschine, die er einsetzt, gibt es als Abfall nur Späne. Fallen aber grössere Holzstücke weg, die er wieder gebrauchen kann, werden sie weiterverwendet. «Ich werfe nicht gerne Sachen weg», sagt Bissig.

Arbeit ist noch lange nicht zu Ende

Bis Ende September zeigt er seine Skulpturen. In den alten Räumen des Planzerhauses werden sie ins rechte Licht gerückt. Und die Arbeit geht Stefan Bissig noch lange nicht aus. Eben hat er von einem hundertjährigen Kirschbaum erfahren, der gefällt worden ist. «Aus dem Holz könnte sicher eine gute Skulptur entstehen», sagt er überzeugt.

Markus Zwyssig

Hinweis

Die Skulpturen-Ausstellung im Planzerhaus in Bürglen dauert bis zum 29. September. Sie ist jeweils montags bis freitags von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie samstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags ist Stefan Bissig jeweils in der Ausstellung anzutreffen.

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