BÜRGLEN: «Kein HarmoS durch die Hintertür»

Bürgler Mädchen und Buben können bald zwei Jahre lang den Kinder- garten besuchen. An der Dorfgemeinde sagten die Stimmbürger nach einer hitzigen Debatte Ja dazu

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Kindergarten im Knabenschul­haus Bürglen. (Bild Urs Hanhart/ Neue UZ)

Kindergarten im Knabenschul­haus Bürglen. (Bild Urs Hanhart/ Neue UZ)

Die Gegner kritisierten das Demokratie­verständ­nis des Gemeinderats. Nur zwei Monate nach HarmoS werde schon wieder über den Zweijahreskindergarten diskutiert. Bemängelt wurde, dass es für Kinder mit einem langen Schulweg oft unmöglich sei, bereits nach erfülltem vierten Lebensjahr den Kindergarten zu besuchen. Obwohl der Besuch freiwillig sei, bestehe ein gewisser Zwang, die Kinder zu schicken, wenn die gleichaltrigen Mädchen und Buben auch gehen würden.

«Mit dem freiwilligen Zweijahreskindergarten führen wir keineswegs HarmoS durch die Hintertür ein», konterte Andrea Schuler, Vizepräsidentin des Schulrats. Bürglen rechnet mit tieferen Schülerzahlen. «Durch den Zweijahreskindergarten können alle drei Abteilungen weitergeführt und besser ausgelastet werden», so Schuler. Der Zweijahreskindergarten bringe aber keine höheren Lohnkosten mit sich. Kinder sollten diese Chance auch in Bürglen erhalten, hiess es aus der Versammlung.

Nach eingehender Diskussion fand die mit Spannung erwartete Abstimmung statt. Die Befürworter waren in der Mehrheit. Der Zweijahreskindergarten wurde mit 117 zu 62 Stimmen angenommen.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.