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BÜRGLEN: Pfader erhalten grossen Besuch

Die Bundeskonferenz der Pfadibewegung Schweiz findet diesmal im Kanton Uri statt. Ganz besonders freut dies Christian Imfeld aus Schattdorf, der jetzt professionell für die Pfadi arbeitet.
Christian Imfeld freu sich auf die Veranstaltung. (Bild: MZ)

Christian Imfeld freu sich auf die Veranstaltung. (Bild: MZ)

Die Pfadibewegung Schweiz ist am Wochenende vom 12. bis 14. Mai in Bürglen zu Gast. Sie hält in der Aula die Bundeskonferenz ab. Dazu treffen sich die Kantonsleitungen aus der ganzen Schweiz, die Ehrenamtlichen der Bundesebene, die Verbandsleitung und der Vorstand. Rund 90 Personen werden an der Tagung teilnehmen.

Höhepunkt des Treffens im Kanton Uri wird die Gründung eines neuen Vereins für das kommende Bundeslager (Bula) sein. An der Grossveranstaltung, die 2021 stattfindet, werden rund 25000 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Schweiz teilnehmen. In Bürglen soll auch der Vorstand des neuen Vereins gewählt werden.

Eine Tätigkeit im Bula-Vorstand ist beliebt

Offensichtlich ist das Mitmachen im Vorstand beliebt. Für die sieben zu vergebenden Plätze haben sich zwölf Personen beworben. Dazu kommen zu einem späteren Zeitpunkt eine Vertretung des Vorstandes der Pfadi-Bewegung Schweiz sowie jemand aus der Region, in der das Bundeslager stattfinden wird.

Die Urner Pfader freuen sich, dass sie diese Veranstaltung durchführen können. Ein derartiger Grossanlass findet hier eher selten statt. 2005 traf sich die Pfadibewegung Schweiz letztmals für ihre Delegiertenversammlung im Kanton Uri.

Eine spezielle Veranstaltung ist die Bundeskonferenz für Christian Imfeld. Der 30-Jährige war Abteilungsleiter in Schattdorf und auch Kantonsleiter. Nachdem er lange Zeit ehrenamtlich für die Pfadi gearbeitet hat, ist «Briggeler» – so sein Pfadiname, jetzt hauptberuflich für die Jugendorganisation tätig. Er arbeitet in Bern für die Pfadibewegung Schweiz. Dort ist er in einem 90-Prozent-Pensum angestellt. «Einmal Pfadi, immer Pfadi», sagt Imfeld. Er habe in der Jugendorganisation positive Erfahrungen gemacht, zudem habe er Verantwortung übernehmen dürfen. «Jetzt will ich etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass andere auch ähnliches erleben dürfen.»

In Bern ist Christian Imfeld für das Erarbeiten der pädagogischen Grundlagen der Pfadi, so zum Beispiel für stufengerechte Programme mitverantwortlich. «Achtjährige Wölfe haben andere Interessen als 14-jährige Leitpfadis oder Pios», sagt der Schattdorfer. Zudem ist er verantwortlich für den Bereich Internationales. Für Imfeld ist wichtig, dass Jugendliche aus der Schweiz Gelegenheit erhalten, auch einmal in einem anderen Land an einem Weltlager teilzunehmen oder zu erleben, wie Pfadi in einem anderen Land gemacht wird.

Neben seiner Tätigkeit bei der Pfadi war Christian Imfeld ein Jahr lang Jugendarbeiter in Schattdorf. Danach betreute er beim Kanton verschiedene Projekte im Bereich der ausserschulischen Kinder- und Jugendförderung für das kantonale Programm. Die Tätigkeit war aber befristet. So gab es denn einen fliegenden Wechsel nach Bern zur Pfadibewegung Schweiz.

Imfeld gefällt es in Bern. Er komme aber immer wieder gerne in den Kanton Uri. «Nach wie vor pflege ich hier ein grosses Netzwerk und habe viele Freunde im Kanton Uri», sagt er. Bern sei überschaubarer als Genf, wo er studiert hat.

Ehrenamtliches Engagement fürs Urner Pfadiheim

Christian Imfeld ist Vollblutpfader. Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist er weiterhin auch ehrenamtlich engagiert. «Ich bin für die Pfader erreichbar und helfe gerne», sagt Imfeld. So engagiert er sich beispielsweise für das geplante Pfadiheim in Erstfeld. Der Baurechtsvertrag liegt im Entwurf vor. Der Gemeinderat hat im Grundsatz seine Zustimmung gegeben.

Die Pfadi braucht engagierte Leute. «Es braucht immer grössere Anstrengungen, damit wir die finanziellen Unterstützungen überhaupt noch erhalten», so Imfeld. Die Pfadi trifft aber offensichtlich immer noch den Geschmack der Jugend. Die Mitgliederzahlen steigen. Die Pfadibewegung Schweiz zählt 45612 Mitglieder. Im Kanton Uri sind es rund 500. Ebenso viele Kinder und Jugendliche machen bei Jungwacht und Blauring mit.

Trotzdem sieht Imfeld Potenzial zur Öffnung. Bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder mit eher bildungsfernen Hintergrund. «Wir wollen alle ansprechen», sagt der Schattdorfer. «Pfadi ist eine wertvolle Lebensschule.»

Er selbst habe ein gutes Umfeld angetroffen und insbesondere von den Älteren viel gelernt. «Die Leiter gaben uns ihr Wissen weiter», blickt Imfeld zurück. Pfadi lehre die Kinder und Jugendlichen, in einer Gruppe zusammenzuleben. «Gemeinsam erleben sie in der Natur die verschiedensten Abenteuer», sagt Imfeld. «Dabei steht insbesondere auch der bewusste Umgang mit Ressourcen und Risiken immer mehr im Zentrum.»

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

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