BÜRGLEN: Raiffeisen zieht sich aus Projekt zurück

Jetzt ist es definitiv: Das neue Bankgebäude der Raiffeisenbank Schächental wird nicht auf dem Gebiet Pfarrmätteli entstehen. Die Ungewissheit bei der Planung gab bei den Verantwortlichen den Ausschlag.

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Raiffeisenbank Schächental: Visualisierung des neuen Bankgebäudes in Bürglen. (Bild: PD)

Raiffeisenbank Schächental: Visualisierung des neuen Bankgebäudes in Bürglen. (Bild: PD)

Philipp Zurfluh
philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Seit Jahren wächst die Raiffeisenbank Schächental. Obwohl die Nachfrage nach klassischen Dienstleistungen am Schalter zurückgeht, wünschen immer mehr Kunden eine persönliche Beratung. Auf diese Bedürfnisse möchte sich die Bank mit ihrem Neubau ausrichten.

Um Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen, hat der Verwaltungsrat vergangenen Frühling entschieden, einen Neubau des Hauptsitzes in Bürglen in Angriff zu nehmen (wir berichteten). «Vor knapp einem Jahr haben wir die Planung eines Ersatzneubaus am aktuellen Bankstandort in Bürglen in Auftrag gegeben und im Herbst 2016 die Baueingabe eingereicht, sagt Verwaltungsratspräsident David Schuler. Vor wenigen Tagen ist nun bereits die Baubewilligung eingetroffen, heisst es in der gestern veröffentlichten Medienmitteilung. Bei Raiffeisen herrscht Zufriedenheit. David Schuler: «Wir freuen uns, umgehend mit der Detailplanung unseres Neubaus zu beginnen.» Eigentlich war geplant, dass die Raiffeisenbank auf das Pfarrmätteli zieht.

Für Raiffeisen hat sich der Standort bewährt

«Im bestehenden Bankgebäude war es unmöglich, so viele Beratungszimmer einzurichten, wie wir brauchen», erklärt Theo Arnold, Vorsitzender der Bankleitung, in der Medienmitteilung. In allen Räumlichkeiten, insbesondere an den Arbeitsplätzen unserer Mitarbeiter, sind die Platzverhältnisse sehr eng. Laut Raiffeisen spricht für die Realisation des Ersatzneubaus nebst der Planungs- und Realisierungssicherheit auch die zentrale, bewährte Lage mit eigenen Kundenparkplätzen.

Um ihren Kunden und Mitgliedern während der Bauzeit von rund einem Jahr uneingeschränkt und in gewohnter Qualität Bankdienstleistungen anbieten zu können, wird die Raiffeisenbank Schächental ein Provisorium beziehen. «Für die Kunden werden wir in unmittelbarer Nähe ein Provisorium aufstellen», sagt David Schuler. Bei der Realisation des neuen Bankgebäudes wird die Raiffeisenbank Schächental durch die Marty Architektur AG unterstützt. Laut Theo Arnold laufe die Zusammenarbeit sehr gut. Das Konzept habe von Anfang an überzeugt. «Optisch fügt sich das Projekt sehr gut in die Umgebung des Bürgler Dorfkerns ein.»

Kirchgemeinde zeigt Verständnis

Bei der Kirchgemeinde Bürglen, der Bauherrin des Gebiets Pfarrmätteli, stösst der Entscheid der Raiffeisenbank Schächental auf Verständnis. Für den Vizepräsidenten Peter Vorwerk kommt er nicht überraschend: «Auf den Quartiergestaltungsplan hat es keinen Einfluss.» Aus zeitlichen Gründen habe die Bank einen Plan B haben müssen, sagt der Vizepräsident. Obwohl sich mit der Raiffeisenbank eine Investorin zurückzieht, sei das Projekt Pfarrmätteli nicht gefährdet, so Peter Vorwerk.