BÜRGLEN: Tempo 30 im Dorfkern sorgt für Skepsis

Mit einem neuen Verkehrskonzept soll die Kantonsstrasse in Bürglen sicherer werden. Nicht bei allen Anwohnern stossen die Ideen auf offene Ohren.

Anian Heierli
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Das neue Verkehrskonzept will künftig die Fussgänger besser schützen. Es sieht vor, den Zebrastreifen beim Gasthaus Adler zu entfernen. (Bild Florian Arnold)

Das neue Verkehrskonzept will künftig die Fussgänger besser schützen. Es sieht vor, den Zebrastreifen beim Gasthaus Adler zu entfernen. (Bild Florian Arnold)

Das neue Verkehrskonzept für den Bürgler Dorfkern sorgt für Diskussionsstoff. Mehrere Personen bekundeten an der Infoveranstaltung vom Dienstagabend in Bürglen ihre Bedenken. Kritik ernteten vor allem die geplante Tempo-30-Zone, die Versetzung der Bushaltestelle Post sowie eine Einbahnstrasse zur Erschliessung von Quartieren.

«Nicht sakrosankt»

Mit dem Konzept will die Gemeinde in erster Linie den Fussgänger- und Strassenverkehr sicherer machen. Hinzu kommt, dass die Parksituation momentan unbefriedigend ist. Weshalb mehr öffentliche Parkplätze gebaut werden sollen. «Das Verkehrskonzept ist nicht sakrosankt. Es dient als Grundlage, mit der wir bestehende Mängel anpacken können», sagte Gemeindepräsident Erich Herger. Und dass es heute Mängel gibt, hat an der Infoveranstaltung niemand bestritten.

Für die Tempo-30-Zone stehen zwei mögliche Perimeter zur Diskussion. Beide Optionen betreffen die Kantons­strasse rund ums Pfarrmätteli. Entweder beginnt der Zonenwechsel von Tempo 50 auf 30 kurz vor dem Meierturm und endet bei der Bäckerei Schillig. Oder er umfasst eine längere Strecke und führt von der EWA-Kurve bis auf Höhe des Schulhauses. Letztlich entscheidet der Kanton über die Tempo-30-Zone. Dagegen kann Einsprache eingereicht werden.