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BÜRGLEN: Tempo 30 wirft keine hohen Wellen mehr

An der Offenen Dorfgemeinde wurden das Budget und zwei Kreditbegehren diskussionslos angenommen. Selbst zu heiklen Themen gab es kaum Wortmeldungen.
Carmen Epp
Im kommenden Jahr wird die Baudirektion im Bürgler Dorfkern Tempo-30-Schilder anbringen. (Bild: Florian Arnold (12. Februar 2014))

Im kommenden Jahr wird die Baudirektion im Bürgler Dorfkern Tempo-30-Schilder anbringen. (Bild: Florian Arnold (12. Februar 2014))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Lange Zeit sorgte die geplante Einführung einer Tempo-30-Zone im Bürgler Dorfkern für ­Furore. Gegner formierten sich, liessen Gutachten erstellen und erhoben Einsprache. Im Juli hatte das Obergericht verschiedene Verwaltungsbeschwerden gegen den Entscheid des Regierungsrats abgewiesen. Da das Urteil nicht angefochten wurde, steht fest: Bald herrscht im Bürgler Dorfkern Tempo 30.

An der Offenen Dorfgemeinde vom vergangenen Donnerstag, 23. November, gab der Gemeinderat das weitere Vorgehen bekannt. Die Baudirektion habe informiert, dass 2018 die entsprechenden Signalisierungen angebracht werden. Obwohl Tempo-30-Gegner und Einsprecher an der Offenen Dorfgemeinde teilnahmen, löste die Orientierung keine Wortmeldungen aus, sagt Gemeindepräsident Markus Frösch auf Anfrage. «Das hat mich positiv überrascht.»

Ausserdem informierte der Gemeinderat über den aktuellen Stand der geplanten West-Ost-Verbindung, über welche die Baudirektion kürzlich orientiert hatte. Auf Fragen aus der Versammlungsmitte, wie die geplante Kreuzung bei der Langmattgasse aussehen werde, verwies der Gemeinderat Bürglen auf die Baudirektion. Diese werde den Anwohnern und der Öffentlichkeit Anfang 2018 an mehreren Informationsveranstaltungen die Details erläutern.

Auch vor den Orientierungen, bei der Behandlung der Traktanden, meldete sich von den rund 40 Bürgern in der Aula niemand zu Wort. So wurde das Budget 2018 ohne Diskussion oder Fragen genehmigt. Die Gemeinde Bürglen rechnet bei einem Aufwand von insgesamt 12,25 Millionen Franken mit einem Minus von 374800 Franken. Für diese negative Rechnung verantwortlich sind einerseits die Sanierungen des Oberstufenschulhauses, der Sporthalle und des Gemeindehauses, andererseits geringere Erträge aus dem Finanz- und ­Lastenausgleich. Das Budget 2018 sieht Investitionen von knapp 6 Millionen Franken vor, was die Abschreibungen auf über 875000 Franken anschwellen lässt. Obwohl dies die Rechnung der Gemeinde stark belastet, werden der Steuerfuss bei 92 Prozent und der Kapitalsteuersatz bei 0,01 Promille belassen.

Diskussionslos gutgeheissen wurden auch zwei Kreditbegehren. Das eine betraf den Friedhof. Dessen drei unterste Ebenen sind heute nur über zwei Treppen ­erreichbar – ein Zustand, der immer wieder Anlass für Reklamationen von Angehörigen Verstorbener gibt. Eine bessere Erschliessung der unteren Ebenen des Friedhofs sei ein «vielfacher Wunsch, ja sogar eine Notwendigkeit», hielt der Gemeinderat in seiner Botschaft zur Offenen Dorfgemeinde fest – und unterbreitete sogleich einen Lösungsvorschlag.

Rampen sollen Zugang zum Friedhof erleichtern

Mit drei Rampen soll ein hindernisfreier Zugang zu den unteren Ebenen des Friedhofs erreicht werden. Das soll nicht nur den Angehörigen von Verstorbenen dienen, sondern auch dem Friedhofspersonal, das diesen Teil des Friedhofs mit Blumenwagen oder Motorkarretten erreichen kann. Dies, zumal in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Urnenbestattungen auf dem unteren Friedhof stattfinden werden.

Der Gemeinderat rechnet für die drei Rampen mit Kosten von 195000 Franken. Darin enthalten sind Baumeister- und Gartenbauarbeiten, Exhumationen und Urnenumbettungen, die Geländer, Architekten- und Ingenieurhonorare sowie Nebenkosten. Die Rampen können mit Rücksicht auf die Grabesruhe nur etappenweise erstellt werden. In einigen Feldern läuft die Grabesruhe erst 2020/21 ab. Deshalb sei ein Verpflichtungskredit zu sprechen, der für mehrere Jahre gilt. Im kommenden Jahr soll die erste Rampe erstellt werden; die erste Tranche von insgesamt rund 700000 Franken ist bereits im Budget 2018 enthalten.

Jetzt sei die Gelegenheit gekommen, diese Erschliessung zu realisieren, hielt der Gemeinderat in der Botschaft fest. «Werden die Rampen nicht in den nächsten Jahren parallel mit den Sanierungen der einzelnen Felder vorgenommen, kann die notwendige Erschliessung in den nächsten 20 bis 30 Jahren nicht mehr realisiert werden.» – Die Versammlung will diese Gelegenheit nutzen und hiess den Verpflichtungskredit von 195000 Franken diskussionslos gut.

Ebenfalls ohne Diskussion genehmigt wurde das Kredit­begehren für die Sanierung eines Teils der Schächenwaldstrasse in der Höhe von 130000 Franken.

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