BÜRGLEN: Tempo-30-Zone wird Ende März umgesetzt

Auf einem 250 Meter langen Teilstück im Dorfkern wird die Sicherheit der Fussgänger verbessert. Ausserdem sollen die öV-Haltestellen behindertengerecht ausgestaltet werden.
Insbesondere die Fussgängerstreifen beim Postplatz und unterhalb der Adlerkurve (Bild) werden sicherer gemacht. (Bild: Florian Arnold (Bürglen, 12. Februar 2014))

Insbesondere die Fussgängerstreifen beim Postplatz und unterhalb der Adlerkurve (Bild) werden sicherer gemacht. (Bild: Florian Arnold (Bürglen, 12. Februar 2014))

Mit dem Entscheid des Obergerichts des Kantons Uri vom 7. Juli 2017 ist der Beschluss zur Einführung der Tempo-30-Zone in Bürglen rechtskräftig geworden. Die Baudirektion Uri setzt die Massnahmen nun Ende März um. Die neue Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Klausenstrasse betrifft ein insgesamt 250 Meter langes Teilstück Stotzigweg oberhalb der EWA-Kurve bis zur Raiffeisen-Filiale. Die neue Tempo-30-Zone wird mit Signalisationen gekennzeichnet. Innerhalb der Zone werden links und rechts am Strassenrand farbige Markierungen angebracht, damit die Tempo-30-Zone gut erkennbar ist.

«Aus Sicht der Gemeinde Bürglen ist es sicher positiv, dass die Tempo-30-Zone jetzt umgesetzt wird», hielt Gemeindepräsident Markus Frösch am Dienstag auf Anfrage fest. «Der Dorfkern mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und Gastwirtschaftsbetrieben, die gut funktionieren, wird damit sicher attraktiver und er kann aufleben», so Frösch.

Parkplatzangebot im Dorf verbessern

Zudem könnten nun andere Projekte, die direkt oder indirekt vom Tempo-30-Entscheid abhängig seien, vorangetrieben werden. «Die Fussgängerstreifen beim Postplatz und unterhalb der ‹Adler›-Kurve werden sicherer gemacht», so der Gemeindepräsident. Auch soll das Parkplatzangebot im Dorfkern verbessert werden. «Wir werden versuchen, die bestehenden Parkplätze möglichst zu erhalten, so beispielsweise jene an der Klausenstrasse oder auf dem Postplatz.

Zurzeit werden im Kanton Uri aufgrund des Gesetzes zur Behindertengleichstellung alle öV-Haltestellen überprüft. Ziel ist es, bis 2023 die wichtigen Haltestellen in Uri behindertengerecht auszugestalten, so etwa durch eine Anpassung der Buskanten. «Massnahmen werden in diesem Zusammenhang auch bei den Haltestellen auf dem Postplatz getroffen», erklärte Frösch. Dort soll ein behindertengerechtes Zusteigen zu Bussen und Postautos möglich werden, unter anderem auch wegen der Nähe zum Altersheim und zu den bestehenden Arztpraxen. «Wir werden versuchen, dieses Ziel mit einer Verbesserung der Parkierung auf dem Postplatz zu koordinieren, indem wir die Parkplätze für PW neu anordnen und markieren», erklärte Frösch weiter.

Gesamtheitliche Umsetzung anstreben

Die Baudirektion werde die nötigen Anpassungen gemeinsam mit dem Gemeinderat Bürglen erarbeiten. «Wir wollen versuchen, eine gesamtheitliche Umsetzung der Massnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bürgler Dorfkern zu erreichen. So sollen auch die geplante Überbauung des Pfarrmättelis und Alternativen für die Zufahrten zu den Quartieren in die Überlegungen und Entscheide einfliessen», betonte Frösch .

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitng.ch

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