Bürgler befinden über drei Kredite in der Höhe von 360'000 Franken

Ein Teil des Gosmertalwegs, der Überbau der Holdenbachbrücke sowie historische Natursteinmauern sollen saniert werden.

Remo Infanger
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Die Gemeindeversammlung in Bürglen findet am 18. Juni statt.

Die Gemeindeversammlung in Bürglen findet am 18. Juni statt.

Archivbild: Urs Hanhart

Im Einklang mit den Distanz- und Hygieneregeln lädt der Gemeinderat Bürglen zur Gemeindeversammlung ein. Diese soll am Donnerstag, 18. Juni, 19.30 Uhr, in der Sporthalle über die Bühne gehen. Im Zentrum der Versammlung stehen gleich drei verschiedene Kreditvorlagen: So sollen zum einen die historischen Natursteinmauern saniert werden. Der Gemeinderat beantragt, diesem Verpflichtungskredit in der Höhe von 61'200 Franken zuzustimmen. Das erarbeitete Sanierungskonzept beinhaltet über 100 Massnahmen an den Trockensteinmauern und Lesesteinhaufen im Gebiet der Schächenmatt bis Sigmanig in Bürglen – auf einer Länge von rund 8,9 Kilometer.

Das Amt für Raumentwicklung (ARE), Abteilung Natur- und Heimatschutz, habe vor Jahren ein Inventar über diese reichhaltigen historischen Natursteinmauern erstellt, wie die Einwohnergemeinde Bürglen in ihrer Botschaft schreibt. Diese Natursteinmauern würden nicht nur das Landschaftsbild prägen, sondern begrenzen auch die Parzellen, terrassieren das Gelände und bieten einen wertvollen Lebens- und Rückzugsraum für eine spezialisierte Fauna und Flora, heisst es in der Botschaft weiter. Nun seien zahlreiche dieser Mauern sanierungsbedürftig. Die Umsetzung soll im Herbst 2020 starten und in vier Etappen in den Jahren 2020 bis 2023 ausgeführt werden.

Morsches Holz und Löcher in den Brettern

Die zweite Kreditvorlage in der Höhe von 119'000 Franken betrifft den Ersatz des Überbaus an der Brücke über den Holdenbach. Eine Untersuchung habe nämlich gezeigt, dass der Überbau in einem schlechten Zustand sei, wie die Einwohnergemeinde schreibt. Einige Bretter sowie Holzbohlen seien grossflächig morsch und weisen Löcher auf. Die Mitteilung hält aber fest, dass trotz der offensichtlichen Schäden an der Überkonstruktion die Tragsicherheit für Überquerende momentan noch gewährleistet sei. Aufgrund des mangelhaften Gesamtzustands entschied sich der Gemeinderat deshalb für die Erneuerung des Brückenüberbaus.

Das Sanierungsprojekt sichere die Werterhaltung der bestehenden Anlage und erfülle die Anforderungen für die nächsten 30 Jahre. Bei einer Genehmigung des Kredits von 119'000 Franken kann die Projektausführung voraussichtlich im November 2020 gestartet werden.

Strassenentwässerung wird optimiert und Belag ersetzt

Beim letzten zu beantragenden Verpflichtungskredit sieht der Gemeinderat die erste Sanierungsetappe des Gosmertalwegs vor. Dafür wird ein Kredit von 178'000 Franken beantragt. Eine erstellte Zustandsaufnahme der Gemeindestrassen habe aufgezeigt, dass sich der Gosmertalweg grossmehrheitlich in einem schlechten Zustand befinde, heisst es in Botschaft. Dies betreffe insbesondere auf den Abschnitt Abzweiger Obriedenstrasse bis oberhalb der Brücke über den Gosmerbach im Bereich Schlegel.

Der Schadenskatalog beinhaltet unter anderem Belagsschäden, Belagsverformungen und strukturelle Schäden, welche grossmehrheitlich auf mechanische Einflüsse sowie auf Witterungseinflüsse zurückzuführen sind. Geplant sind deshalb ein vollständiger Belagsersatz auf einer Länge von rund 280 Metern sowie ein punktueller Ersatz der Fundationsschicht. Zudem wird die Strassenentwässerung optimiert. Die Projektausführung ist voraussichtlich in der Zeit von Oktober bis Dezember 2020 vorgesehen.

Jahresrechnung 2019 fällt besser als budgetiert aus

Der Gemeinderat beantragt ebenfalls, die Jahresrechnung 2019 zu genehmigen. Diese schliesst bei einem Aufwand von rund 12 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von zirka 287'000 Franken ab – besser als budgetiert. Hauptverantwortlich für das deutlich bessere Ergebnis sei der höhere Ertrag der direkten Steuern. Die Investitionsrechnung verzeichnet Ausgaben von knapp 180’000 Franken und Einnahmen von rund 117’000 Franken. Die Hauptausgaben- und Haupteinnahmenposten betreffen die Sanierung des Oberstufenschulhauses sowie die Sanierungsmassnahmen an der Sporthalle und am Gemeindehaus.