Bürgler Tellmuseum öffnet seine Tore

Eine Woche später als angekündigt heisst das Tellmuseum in Bürglen die Besucher ab Samstag, 23. Mai, willkommen – jedoch unter gewissen Schutzmassnahmen.

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Zurzeit ist nur eine begrenzte Anzahl Personen ins Tellmuseum zugelassen.

Zurzeit ist nur eine begrenzte Anzahl Personen ins Tellmuseum zugelassen.

Bild: PD

(RIN) «Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit.» So zitieren die Betreiber des Tellmuseums Bürglen Werner von Attinghausen in Schillers «Wilhelm Tell» in einer Mitteilung. Es ändere sich nämlich die Zeit für die neue Saison im Tellmuseum. Mit einer Woche Verspätung öffnet sich am heutigen Samstag, um 10 Uhr die Türe für Besucherinnen und Besucher – in Anbetracht der Coronazeit, aber unter anderen Vorzeichen.

Der Bundesrat erlaubte es den Museen, ihre Tore unter Einhaltung der Vorgaben in Bezug auf Hygiene und soziale Distanz ab dem 11. Mai wieder zu öffnen. Der Verband der Museen der Schweiz (VMS) hat ein Grobkonzept für die Museumsbranche erarbeitet. Der Museumsrat hat mit Schutzkonzepten entsprechende Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus gemäss Bundesrat und VMS getroffen.

Einschränkungen prägen das Ausstellungsjahr 2020

Auf eine Eröffnungsveranstaltung im Tellmuseum musste verzichtet werden, wie es in der Mitteilung heisst. Es werde zurzeit nur eine begrenzte Anzahl Personen ins Museum zugelassen. Zu beachten sei, dass der Abstand von zwei Metern zwischen den Personen eingehalten und die Sicherheitskriterien befolgt werden müssen. Bezüglich Reinigung und Handhygiene sind die entsprechenden Vorkehrungen kommuniziert worden und es steht Schutzmaterial zur Verfügung. Rücksichtnahme, Geduld und Bewusstsein seien notwendig. Die Schutzmassnahmen und Einschränkungen würden indes die Aussichten für das Ausstellungsjahr 2020 prägen, wie die Verantwortlichen weiter schreiben. Für die Museen bedeute das einen grossen Mehraufwand.

Die Faszination Tell sei nicht blosse Bewunderung, sondern auch eine aktuelle und prüfende Beschäftigung mit der Gegenwart – und eben auch mit den täglichen Herausforderungen. Menschen stünden im Zentrum, Helden oder nicht, Jung und Alt, Gross und Klein. «Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen», wird Friedrich Schiller zitiert.