Bund fordert die Vollsperrung

Der Bund will den Strassentunnel drei Jahre lang komplett schliessen und dafür rund 400 Bahnwaggons anschaffen.

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Blick in den Gotthard-Strassentunnel. (Bild: Keystone)

Blick in den Gotthard-Strassentunnel. (Bild: Keystone)

Der Gotthard-Strassentunnel muss in den kommenden Jahren saniert werden. Das ist längst allen klar. Weniger klar ist allerdings noch immer, wie dies gehen soll. «Uri soll nicht zur Sackgasse verkommen», sagte Astra-Vizedirektor Jürg Röthlisberger am vergangenen Donnerstag in Amsteg an der Urner Bauwirtschaftskonferenz.

Doch er liess auch durchblicken, dass das Astra eine Sanierungsvariante favorisiert. Der Bund fordert für die Sanierung relativ klar die Vollsperrung, die drei Jahre dauern würde. An diesen Plänen dürften im Kanton Uri aber nicht alle Freude haben. Die Regierung schlägt jedenfalls vor, den Tunnel im Sommer für rund 85 Tage offen zu lassen. Für das Astra sprechen aber mehrere Gründe gegen diesen Vorschlag. Im Winter würde man verladen.

Die Lastwagen sollen während der Sanierung zwischen Erstfeld und Biasca auf die Schiene. Und im Winter, wenn der Gotthardpass geschlossen ist, würde man auch die Personenwagen zwischen Göschenen und Airolo verladen. Doch für das gesamte Verladekonzept würde man Verladeterminals bauen. Zudem würde man 400 zusätzliche Bahnwaggons, 20 bis 30 neue Lokomotiven und 270 Angestellte benötigen.

Elias Bricker

<u>Das ausführliche Interview mit Astra-Direktor Jürg Röthlisberger lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper. </u>