Luftfahrthindernisse: Bundesamt entscheidet abschliessend

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Für Regahelikopter sind Kabel von Transportseilbahnen eine Gefahr. Deshalb setzt sich die Rega dafür ein, dass nicht mehr verwendete Kabel oder Seile in Zusammenarbeit mit der Armee entfernt werden. (Bild: PD)

Für Regahelikopter sind Kabel von Transportseilbahnen eine Gefahr. Deshalb setzt sich die Rega dafür ein, dass nicht mehr verwendete Kabel oder Seile in Zusammenarbeit mit der Armee entfernt werden. (Bild: PD)

Als Luftfahrthindernisse gelten unter anderem Gebäude, Antennen, Türme, Kräne, Seilbahnen oder Windkraftanlagen, aber auch Heuseile, Kabel und Hochspannungsleitungen. Für die meisten dieser Objekte braucht es eine Baubewilligung. Dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) müssen diese Hindernisse zwingend dann gemeldet werden, wenn sie in überbauten Zonen eine Höhe von 60 Metern und mehr sowie ausserhalb solcher Gebiete eine Höhe von mindestens 25 Metern aufweisen. Die kantonale Meldestelle für Luftfahrthindernisse beim Amt für Landwirtschaft Uri nimmt eine formale Prüfung der Gesuche vor und leitet diese an das Bundesamt weiter. Das Bazl entscheidet abschliessend über die Bewilligung für die Projekte und gibt dem Ersteller auch die nötigen Auflagen bekannt.

Nicht jedes Hindernis ist bewilligungspflichtig

Gemäss Planungs- und Baugesetz des Kantons Uri sind die Gemeinden für die Erteilung von Baubewilligungen zuständig. Bei Bauten ausserhalb der Bauzone muss zudem die raumplanerische Zustimmung der Justizdirektion vorliegen. «Nicht jedes Flughindernis ist ein bewilligungspflichtiges Bauvorhaben», sagt Hubert Würsch von der kantonalen Meldestelle für Flughindernisse. «So gelten zum Beispiel grosse Baukräne oder temporäre Forstseile zwar als Flughindernisse. Weil es sich aber um nicht-ortsfeste respektive um temporäre Installationen handelt, braucht es dafür keine Baubewilligung. Diese Objekte sind aber der Meldestelle für Flughindernisse trotzdem zu melden.»

Bewilligungspflicht für permanente Benützung

Jedes Heuseil, das permanent benützt werden soll, ist hingegen bewilligungspflichtig. Das heisst: Anlagen können beispielsweise nur erstellt werden, wenn die entsprechende Baubewilligung vorliegt. «Diese entbindet den Bauherrn aber nicht von der Pflicht, das Flughindernis als solches der kantonalen Stelle zu melden», so Würsch. (bar)