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Bürglen lässt sich als Energiestadt feiern

Die Gemeinde hat an der Effizienz gearbeitet – und nun das Energiestadt-Label erhalten.
Matthias Furger
Gemeinderätin Miriam Christen begrüsste die Gäste vor dem Energiestadt-Plakat, das nun auch zu Bürglen passt. (Bild: Matthias Furger, Bürglen, 7. September 2019)

Gemeinderätin Miriam Christen begrüsste die Gäste vor dem Energiestadt-Plakat, das nun auch zu Bürglen passt. (Bild: Matthias Furger, Bürglen, 7. September 2019)

Nach Erstfeld, Altdorf und Andermatt darf sich jetzt auch Bürglen Energiestadt nennen. Am vergangenen Samstag durfte die Gemeinde das prestigeträchtige Label entgegennehmen. Dies wurde mit dem ersten Energiestadtfest in Bürglen gefeiert. Seit Bundesrat Adolf Ogi 1991 Schaffhausen als erster Stadt dieses Label verliehen hat, werden damit vom Trägerverein Energiestadt Gemeinden und Städte ausgezeichnet, die sich kontinuierlich für effiziente Nutzung von Energie, Klimaschutz, erneuerbare Energien und umweltverträgliche Mobilität einsetzen.

Das Label wurde in einem offiziellen Teil zu Beginn des Fests in der Aula überreicht. Nach der Begrüssung von Miriam Christen-Zarri, die der Energie- und Umweltkommission Bürglen vorsteht, ergriff Gemeindepräsidentin Luzia Gisler das Wort: «Bürglen ist eine traditionelle Gemeinde, die aber gleichzeitig auch modern und offen für umweltpolitische Themen sein will.» Daraus entstehen für die Gemeindepräsidentin allerdings keine Widersprüche, sondern Brücken, die sie sich für die Zukunft wünscht.

Die Gemeinde muss am selben Strick ziehen

Landammann und Baudirektor Roger Nager gratulierte der Gemeinde Bürglen in seiner Funktion als Energiedirektor und lobte insbesondere, dass die Vorgaben, die für das Energiestadt-Zertifikat nötig sind, sogar noch übertroffen wurden. Dabei betonte er das Miteinander innerhalb einer Gemeinde, das zum Erreichen solcher Ziele unverzichtbar sei.

Hauptredner der Veranstaltung war Walter Kubik, Botschafter des Trägervereins Energiestadt, der das Label offiziell überreichte. In seiner Ansprache wies Kubik zwar auf die weltweiten umweltpolitischen Hauptthemen und Probleme wie den Klimawandel und die Treibhausgase hin, stellte aber auch fest, dass es nicht die Aufgabe der Energiestädte sei, «die Welt zu retten». Vielmehr könnten die Gemeinden dazu beitragen, sich selber und damit auch ihre Bewohner von der Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen zu befreien. Denn Abhängigkeit, so Kubik, bedeute immer auch Erpressbarkeit und weniger Freiheit. Lobend strich er die Massnahmen heraus, die Bürglen bis dato getroffen hat, wie etwa die technischen Verbesserungen zur Energieeffizienz von kommunalen Gebäuden und Anlagen, etwa bei Heizungen und der Beleuchtung. Bei der Mobilität wurde die Kompaktheit des Dorfes mit seinen kurzen Schul- und Einkaufswegen positiv erwähnt sowie die Verdoppelung der Passagierzahlen im öffentlichen Verkehr seit 2012. Bürglen pflege aber auch eine intensive Kommunikation mit der Bevölkerung, wodurch diese für Umwelt- und Energiethemen sensibilisiert werde. Zum Schluss bedankte sich Kubik für den Einsatz Bürglens und seiner Einwohner, verbunden mit der Aufforderung die Bemühungen weiter voranzutreiben.

Weitere Massnahmen sind in Bürglen nötig

Tatsächlich gilt es für Bürglen, weiterhin eine fortschrittliche Umwelt- und Klimapolitik zu betreiben. Denn wer Energiestadt bleiben will, muss alle vier Jahre rezertifiziert werden. Dazu genügt es nicht, den Status quo beizubehalten, sondern es müssen Steigerungen und neue Massnahmen nachweisbar sein.

Eine weitere Gelegenheit für Gespräche über die Zukunft von Bürglen als Energiestadt bot der Apéro und die Bewirtung, welche die Schüler aus der Gemeinde im Anschluss an den offiziellen Teil übernahmen. Mit Attraktionen wie Harassenstapeln und einer Hüpfburg war aber auch an die jüngeren Festteilnehmer gedacht worden.

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