Bürglen legt Minus von einer halben Million Franken vor

Die Zahlen sehen schlechter aus als erwartet. Begründet wird dies mit tieferen Steuereinnahmen. Die Bürgler befinden auch über einen Planungskredit in der Höhe von 22’000 Franken für den Ersatz der Heizung im Schulhaus Spielmatt 1.

Philipp Zurfluh
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Die Gemeinde schreibt rote Zahlen. Vergangenes Jahr wurde ein Defizit von knapp 500’000 Franken erwirtschaftet. Im Budget war ein Aufwandüberschuss von 375’000 Franken vorgesehen. Laut der Gemeinde ist der deutlich tiefere Ertrag der direkten Steuern natürlicher Personen von 751’000 Franken hauptverantwortlich für das schlechtere Ergebnis. Auch der Ertrag aus dem Finanz- und Lastenausgleich ist um 64’000 Franken tiefer ausgefallen als budgetiert. Bei den direkten Steuern juristischer Personen ist ein Mehrertrag von 83’000 Franken zu verzeichnen.

Die Investitionsrechnung verzeichnet Ausgaben von knapp 5 Millionen Franken. Der Grossteil betrifft die Sanierung des Oberstufenschulhauses sowie die Sanierungsmassnahmen an der Sporthalle und am Gemeindehaus.

Fachleute halten Steuerung für nicht mehr zeitgemäss

Die Bürgler befinden an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend auch über einen Planungskredit in der Höhe von 22’000 Franken für den Ersatz der Heizung im Schulhaus Spielmatt 1. Diese beheizt das gesamte Schulhausareal. «Bei der letzten durchgeführten Reparatur wiesen Fachleute auf die nicht mehr zeitgemässe Steuerung hin», schreibt der Bürgler Gemeinderat in seiner Botschaft an die Gemeinde. Eine Altdorfer Firma wurde von der kommunalen Energie- und Umweltkommission beauftragt, diverse Varianten für eine Heizung auf dem Schulhausareal zu prüfen. Bei diesen wurden insbesondere die Nachhaltigkeit, die Kosten und die Machbarkeit untersucht. Der Schulrat und der Gemeinderat haben sich für die Variante «Bivalent Luftwasser-Wärmepumpe/Pellet» entschieden. Dabei wird der Ölkessel im Schulhaus Spielmatt 1 zurückgebaut. Aus Sicht der Betreiber ist es notwendig, dass die neue Heizung auf Beginn der Heizperiode 2020/2021 in Betrieb genommen würde. Falls die Bürgler dem Planungskredit zustimmen, soll mit der Detailplanung so rasch wie möglich begonnen werden. Die Stimmbevölkerung wird an der Urne über den Baukredit befinden.

An der offenen Dorfgemeinde wird auch über die Erteilung des Gemeindebürgerrechts an die deutschen Staatsangehörigen Karl-Heinz und Karen Manser und deren zwei Kinder entschieden. Das Ehepaar ist seit Juni 2013 in der Gemeinde wohnhaft. Die Kinder (4- und 6-jährig) kamen hier zur Welt.

Die offene Dorfgemeinde findet am Donnerstag, 25. April, um 20 Uhr in der Aula statt.