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Bürglen rechnet im kommenden Jahr mit roten Zahlen

Für 2019 erwartet die Einwohnergemeinde im Budget ein Minus von 108'400 Franken. Ein Grund dafür sind tiefere Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen.
Markus Zwyssig
Blick aufs Bürgler Dorfzentrum: Trotz Minus im Budget 2019 spricht der Gemeinderat von einer gesunden Finanzlage. (Bild: Urs Hanhart, 4. Juni 2018)

Blick aufs Bürgler Dorfzentrum: Trotz Minus im Budget 2019 spricht der Gemeinderat von einer gesunden Finanzlage. (Bild: Urs Hanhart, 4. Juni 2018)

Bei einem Gesamtaufwand von 11,49 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 11,38 Millionen Franken sieht das Budget 2019 einen Aufwandüberschuss von 108'400 Franken vor. Aufgrund der aktuellen Zahlen geht der Gemeinderat bei den Steuern natürlicher Personen von einem Minderertrag aus, wie es in der Mitteilung zur Offenen Dorfgemeinde heisst.

Ein Minderaufwand kann bei den Löhnen der Lehrpersonen verzeichnet werden. Durch den Rückgang der Sozial- und Bildungslasten reduziert sich der Beitrag aus dem Bevölkerungslastenausgleich. Bei der wirtschaftlichen Hilfe kann ein Minderaufwand budgetiert werden. Dem gegenüber resultiert ein Minderertrag bei den Rückerstattungen der wirtschaftlichen Hilfe. Durch die zusätzlichen Abschreibungen in den vergangenen Jahren nimmt der Abschreibungsaufwand gegenüber dem Vorjahresbudget ab.

Die Investitionsrechnung sieht Ausgaben von 788'000 Franken und Einnahmen von 668'000 Franken vor. Die wesentlichen Ausgaben betreffen die technische Erneuerung der Zivilschutzanlage. Diese Ausgaben werden durch Bundesbeiträge und Ersatzabgaben Schutzraumbauten finanziert. Dazu fallen Ausgaben für die Verbreiterung des Wanderweg-Teilstücks Kirchenrütti.

Abschreibungsaufwand reduziert sich 2019 wieder

Mit der Sanierung des Oberstufenschulhauses sowie den Sanierungsmassnahmen an der Sporthalle und am Gemeindehaus nimmt der Abschreibungsaufwand im Rechnungsjahr 2018 deutlich zu. Dank den möglichen zusätzlichen Abschreibungen in den vorgehenden Rechnungsjahren reduziert sich der Abschreibungsaufwand im Budget 2019 wieder. «Das vorliegende Budget und die aktuell gesunde Finanzlage rechtfertigen es, den Steuerfuss der natürlichen Personen und den Kapitalsteuersatz der juristischen Personen auf der bisherigen Höhe zu belassen», schreibt der Gemeinderat. Er beantragt, den Steuerfuss bei 92 Prozent und den Kapitalsteuersatz wie bisher bei 0,01 Promille festzusetzen.

Familie aus Deutschland soll eingebürgert werden

Nebst dem Budget für das kommende Jahr gibt es an der offenen Dorfgemeinde eine reich befrachtete Traktandenliste. So geht es um das Gesuch um Erteilung des Gemeindebürgerrechts an eine Familie aus Deutschland. Sandro Christen stellt sich als Mitglied des Sozialrats Uri Ost für eine weitere zweijährige Amtsdauer zur Verfügung. Christian Arnold stellt sich für die kommenden vier Jahre als Gemeindeweibel zur Wiederwahl.

Die Bürgler befinden über einen neuen Gesellschaftsvertrag mit dem Rechenzentrum Altdorf. Zum Kreis der Gesellschafter gehören neben Bürglen, Altdorf, Attinghausen, Flüelen, Schattdorf und Seedorf. «Damit soll die langjährige Zusammenarbeit der Gemeinden im IT-Bereich auf eine zeitgemässe Grundlage gestellt werden», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft zur Offenen Dorfgemeinde.

Auf der Traktandenliste steht die Revision der Verordnung über die Amtsentschädigungen, Sitzungs- und Taggelder sowie Spesenvergütungen. Bei den Amtsentschädigungen erfolge im Grundsatz eine lineare Erhöhung, wobei die Entschädigung für das Gemeindepräsidium und den Gemeindeverwalter speziell erhöht würden, heisst es in der Botschaft. Der variable Leistungsanteil wird aufgehoben und ist bei allen Behörden im gleichen Verhältnis (Anzahl Personen) verteilt und zu den Amtsentschädigungen eingerechnet worden. Bei den Sitzungs- und Taggeldern wird nur die Tagesentschädigung auf neu 210 Franken erhöht. Für die Rechnungsprüfungskommission wird neu eine Amtsentschädigung aufgenommen. Die Gesamterhöhung beträgt rund 12,5 Prozent.

Diskutiert wird die Gebühr für das Dauerparkieren. Der Gemeinderat beantragt, diese für die Jahre 2019 bis 2023 unverändert auf 30 Franken pro Monat zu belassen.

Beitrag der Eltern für Mittagstisch wird angepasst

Angepasst werden soll der Elternbeitrag an die Verpflegungskosten der Schulkinder am Mittagstisch. Den Eltern werden grundsätzlich die vollen Kosten pro Mahlzeit weiterverrechnet. Als volle Kosten gelten die effektiven Auslagen für den Verpflegungsdienst. Dazu gehören die Kosten für das Menü und Lohnkosten für das Küchen- sowie auch für das Aufsichtspersonal. Für Kinder mit einem weiten Schulweg wird der Beitrag, den die Eltern zahlen, ermässigt. Der Schulrat legt das beitragsberechtigte Verpflegungs-Rayon fest. Dies erfolgt in Anlehnung an die kantonalen Vorschriften. Der Elternbeitrag wird neu auf ein Drittel der vollen Kosten festgelegt. Bisher waren es höchstens zwei Franken.

Zusätzlich wird folgende Abstufung gewährt: Für das erste Kind ist der volle Elternbeitrag zu bezahlen. Für das zweite Kind und weitere Kinder sind je fünfzig Prozent des Elternbeitrages zu bezahlen. Bisher musste ab dem dritten Kind kein Beitrag mehr bezahlt werden.

Die Offene Dorfgemeinde Bürglen findet am Donnerstag, 22. November, um 20 Uhr, in der Aula statt.

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