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Bürgler stehen dem «Energiestadt»-Label kritisch gegenüber

An der Gemeindeversammlung wurden alle Anträge von Gemeinde- und Schulrat gutgeheissen. Der Elternbeitrag für den Mittagstisch und das Geld für die geplante Energiestadtfeier im Budget 2019 sorgten aber für Diskussionen.
Markus Zwyssig
Die designierte Gemeindepräsidentin Luzia Gisler mit dem abtretenden Gemeindepräsidenten Markus Frösch. (Bild: PD)

Die designierte Gemeindepräsidentin Luzia Gisler mit dem abtretenden Gemeindepräsidenten Markus Frösch. (Bild: PD)

Die Bürgler sagten an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend klar Ja zum Budget 2019. Dieses sieht bei einem Gesamtaufwand von 11,49 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 11,38 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 108400 Franken vor. Die Bürgler hiessen den Antrag des Gemeinderats gut, den Steuerfuss bei 92 Prozent und den Kapitalsteuersatz wie bisher bei 0,01 Promille festzusetzen.

Label sei «nichts spezielles mehr»

Kritische Fragen aus der Versammlung wurden zur geplanten Zertifizierung der Gemeinde Bürglen als Energiestadt und zum damit verbundenen Fest gestellt. Das Label sei eine «Modeerscheinung», wurde moniert. Im Jahr 2000 sei das noch etwas Spezielles gewesen, heute hätten aber sehr viele Gemeinden ein solches Label. Daher wurde der Antrag gestellt, die 24300 Franken für das Energiestadtfest und den Beitrag für den Trägerverein Energiestadt aus dem Budget zu streichen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Beim Elternbeitrag an die Verpflegungskosten der Schulkinder am Mittagstisch wurde aus der Versammlung der Antrag gestellt, den Höchstbeitrag beizubehalten, diesen allerdings auf drei Franken zu erhöhen. Das Begehren fand jedoch keine Mehrheit. Der Antrag des Schulrats wurde gutgeheissen.

Ermässigung für Kinder mit weitem Schulweg

Den Eltern werden grundsätzlich die vollen Kosten verrechnet. Dazu gehören die Ausgaben für das Menü und Lohnkosten für das Küchen- sowie auch für das Aufsichtspersonal. Für Kinder mit einem weiten Schulweg wird der Beitrag, den die Eltern zahlen, ermässigt. Der Schulrat legt das beitragsberechtigte Verpflegungsrayon in Anlehnung an die kantonalen Vorschriften fest. Der Beitrag der Eltern beträgt einen Drittel der Kosten. Bisher waren es höchstens zwei Franken. Zusätzlich wird folgende Abstufung gewährt: Für das erste Kind ist der volle Elternbeitrag zu bezahlen. Für das zweite Kind und weitere Kinder sind je 50 Prozent des Elternbeitrages zu bezahlen. Bisher musste ab dem dritten Kind kein Beitrag mehr bezahlt werden.

Die restlichen Geschäfte an der Gemeindeversammlung gaben keinen Anlass für Diskussionen. So wurde die deutsche Familie Ralf und Melanie Ponader mit ihrem Kind Maximilian eingebürgert. Sandro Christen wurde als Mitglied des Sozialrats Uri Ost für eine weitere zweijährige Amtsdauer wiedergewählt. Christian Arnold stellte sich für die kommenden vier Jahre als Gemeindeweibel zur Wiederwahl.

Vertrag für Rechenzentrum gutgeheissen

Die Bürgler sagten Ja zu einem neuen Gesellschaftsvertrag mit dem Rechenzentrum Altdorf. Zum Kreis der Gesellschafter gehören neben Bürglen, Altdorf, Attinghausen, Flüelen, Schattdorf und Seedorf.

Gutgeheissen wurde die Revision der Verordnung über die Amtsentschädigungen, Sitzungs- und Taggelder sowie Spesenvergütungen. Bei den Amtsentschädigungen erfolge im Grundsatz eine lineare Erhöhung, wobei die Entschädigung für das Gemeindepräsidium und den Gemeindeverwalter speziell erhöht werden. Bei den Sitzungs- und Taggeldern wird die Tagesentschädigung auf neu 210 Franken erhöht. Für die Rechnungsprüfungskommission wird neu eine Amtsentschädigung aufgenommen. Die Gesamterhöhung beträgt rund 12,5 Prozent.

Die Gebühr für das Dauerparkieren wird auf Antrag des Gemeinderats für die Jahre 2019 bis 2023 unverändert bei 30 Franken pro Monat belassen.

Gosmergartä: Intensive Diskussionen über Zukunft

Heimleiter Elmar Reinhardt informierte über das Budget 2019 des Alters- und Pflegeheims Gosmergartä. Dieses sieht bei einem Aufwand von 5,777 Millionen Franken ein kleines Minus von 8200 Franken vor. Gemeindevizepräsidentin Luzia Gisler orientierte im Anschluss daran, dass sich eine Projektgruppe mit Vertretern des Gemeinderats und des Betriebsrats intensiv mit der Zukunft des Gosmergartä befasst. Ein Problem ist, dass das Heim sehr viele Zimmer für zwei Personen hat. Gefragt sind heute vor allem Einzelzimmer. In Zusammenarbeit mit externen Beratungsfirmen versucht man für die älteren Menschen auch in Zukunft ein zeitgemässes und attraktives Angebot bieten zu können.

Die Gemeindeversammlung wurde von rund 90 Personen besucht. Zum Schluss der Versammlung wurde Gemeindepräsident Markus Frösch verabschiedet. Er war zehn Jahre lang im Gemeinderat. Vier Jahre davon war er Präsident des Gremiums.

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