Bürgler wollen mehr Parkplätze

An der offenen Dorfgemeinde wurde das Budget 2020 klar gutgeheissen. Zu reden gaben die fehlenden Autoabstellplätze.

Markus Zwyssig
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In Bürglen bleibt der Steuerfuss bei 92 Prozent. (Bild: Pius Amrein, 2. Oktober 2019)

In Bürglen bleibt der Steuerfuss bei 92 Prozent. (Bild: Pius Amrein, 2. Oktober 2019)

An der offenen Dorfgemeinde am Donnerstagabend in Bürglen wurde von Landrat Bernhard Epp der Mangel an Parkplätzen angesprochen. Offensichtlich gibt es Interessenten, die sich Bürglen als Standort für eine neue Sporthalle vorstellen könnten. Dabei würden auch neue Parkplätze gebaut. Ein 2,5 Millionen Franken teures Projekt für Parkplätze beim oberen Schulhausplatz bleibt vorderhand in der Schublade. Hoffnungen auf neue Parkplätze macht man sich in Bürglen auch bei der Überbauung des Pfarrmättelis sowie bei der geplanten Sanierung des Alters- und Pflegeheims Gosmergartä.

Ja sagten die Bürgler zum Budget. Claudia Gisler, Vizepräsidentin des Gemeinderats, konnte positive Zahlen vorlegen, die ein Plus von 308900 Franken vorsehen. Der Gemeindesteuerfuss wird für das Jahr 2020 bei 92 Prozent und der Kapitalsteuersatz für juristische Personen bei 0,01 Promille belassen. Orientiert wurde auch über den Finanzplan 2020 bis 2026. Die Gemeinde bewege sich in dieser Zeit von einer geringen zu einer mittleren Verschuldung, so Gisler. Die Ampel wechsle von grün auf orange.

Familie aus Deutschland wird eingebürgert

Die deutsche Familie Danny und Romy Abel mit ihren Kindern Leonie, Emilia und Nele-Jolie wurde eingebürgert. Gutgeheissen wurde die Neuregelung des Gemeinderechts. Die Gemeindeordnung wurde genehmigt. Zugestimmt wurden auch drei Verordnungen.

Bezüglich Teilrevision des Zonenplans informierte Gemeindepräsidentin Luzia Gisler, dass es vor allem im Dorfkern Handlungsbedarf besteht. Es zeigte sich, dass es einen Mangel an Alterswohnungen gibt. Bemängelt wurde die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln insbesondere am Wochenende. Zudem informierte die Gemeindepräsidentin, dass der Quartiergestaltungsplan Pfarrmätteli nun rechtskräftig und vom Regierungsrat genehmigt sei. Bei der Biel Kinzig AG werden die gesprochenen Gelder für die notwendigen Unterhaltsarbeiten investiert.

Bei der geplanten neuen Mobilfunkanlage der Swisscom im Galgenwäldli hat der Gemeinderat Verständnis für die Ängste der Bevölkerung. Rund 1800 Einsprachen sind eingegangen. Der Gemeinderat hat selber auch Einsprache gegen das Projekt gemacht.

Elmar Reinhardt, Leiter des Alters- und Pflegeheims Gosmergartä informierte über die geplante Sanierung und den Ausbau. Das Heim soll auf gut 80 Plätze ausgebaut werden. Neu im Amt ist Betriebsratspräsident Markus Frösch.