Cäcilienverein Schattdorf hat zwei neue Mitglieder

An der GV des Vereins wurde auf ein ereignisreiches aber defizitäres Jahr zurückgeblickt.

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Ursi Schmidt und Norbert Cathomas sind an der GV dem Cäcilienverein beigetreten. Bild: PD

Ursi Schmidt und Norbert Cathomas sind an der GV dem Cäcilienverein beigetreten. Bild: PD

(jb) Ein weiteres Vereinsjahr des Kirchenchors oder eben Cäcilienvereins Schattdorf, ging mit der 105. Generalversammlung zu Ende. Das langjährige Mitglied Walter Schuler zeigte mit präzisen Vergleichen auf, dass auch ein alter Verein durchaus modern sein kann. Obwohl der ehemalige Lehrer der Disziplin der Sänger während der Proben nur die Note fünf verteilt, rühmt er, wie der Chor durch den weiblichen Vorstand und die qualifizierte, begeisterungsfähige Chorleiterin geführt wird.

Eine gute Note erteilt auch die Präsidentin Ruth Arnold-Schibig allen Chormitgliedern für die ausgezeichnete Probemoral. An den 39 Proben und 13 Auftritten haben zwei Mitglieder nie gefehlt. Es sind dies Brigitte Imholz-Müller und Werner Schuler. Nur ein-, zwei- oder dreimal gefehlt haben weitere neun Personen der vierundzwanzig aktiven Sänger. Wenn das nicht auch mindestens eine Note fünf ergibt?

40 verschiedene Lieder wurden vorgetragen

Nach dem Nachtessen hat die Präsidentin Ruth Arnold-Schibig die Versammlung eröffnet. Von den 31 Anwesenden sind 28 Stimmberechtigt. Sie setzen sich aus Aktiv- und erfreulich vielen Passiv- und Ehrenmitgliedern zusammen. Als Gast wird der Kirchenratspräsident Erich Gisler, der Vikar Hermann Ngoma Mbuinga und der Organist Franz Muheim begrüsst.

Als einer der ersten Traktanden werden zwei Neumitglieder in den Chor aufgenommen. Es sind Ursi Schmidt und Norbert Cathomas. Norbert Cathomas wird auch gleich in die Musikkommission gewählt und löst dort Lisi Mattli-Epp ab, welche ihr Amt engagiert ausgeübt hat. Ihre langjährige Arbeit wird mit einem Blumenstrauss verdankt. Verdankt wird auch die Unterstützung des Bass Sängers Erwin Scheiber, welcher den Chor verlässt.

Die Aktivitäten eines Kirchenchors richten sich naturgemäss nach dem Kirchenjahr. Sie beginnen mit dem Weihnachtsfestkreis. Der erste Auftritt im vergangenen Jahr fand am Vorabend des 1. Advents, und zwar im Alters- und Pflegeheim Rüttigarten, Schattdorf, statt. Von der anschliessenden Weihnachtszeit blieb den Chormitgliedern und wohl auch dem Kirchenvolk das Lied «Stille Nacht» in bester Erinnerung. Zum 200-jährigen Jubiläum wurde dieses bekannte Weihnachtslied in einem ganz speziellen Rahmen, vierstimmig, bei Kerzenlicht, vorgetragen. Beim ersten Musikerlebnis in der Kirche Schattdorf, im Februar 2019, präsentierte sich der Chor einmal von einer etwas anderen musikalischen Seite, bevor mit dem Osterjahreskreis wieder die ordentlichen Gottesdienste zum Vereinsalltag gehörten.

Zusammenfassend hält die Chorleiterin Eve Kopli Scheiber fest, dass im vergangenen Jahr vierzig verschiedene Lieder und zwei Messen vorgetragen wurden. Diese stammen aus einem umfangreichen Repertoire, welches jährlich wächst. Die Chorleiterin freut sich auf weitere musikalische Anlässe mit den motivierten Chormitgliedern. Sie hat ihren Bericht mit folgendem Zitat geschlossen: «Wer glaubt, dass singen keine Sportart ist, hat noch nie richtig gesungen.»

Verein hofft auf mehr Spender und Gönner

Die traditionellen Anlässe wie Klausfeier und Schlusshöck bieten den Sängern Gelegenheit gemeinsam gesellige Zeit zu verbringen. Auch die zweitägige Vereinsreise gehört zu dieser Tradition. Sie findet alle zwei Jahre statt und hat die Vereinsmitglieder im September dieses Jahres in den Jura geführt. Das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder liegt bei fünfundsechzig Jahren. Natürlich wurde die Reise dieser Gegebenheit angepasst und so fand eine Kutschenfahrt anstelle einer Wanderung statt. Dass in der Unterkunft aber schon um 21 Uhr Nachtruhe geboten war, hatte das OK aber definitiv nicht eingeplant. Da kennt man die Urner, auch wenn sie schon etwas älter sind, im Kanton Jura noch nicht richtig.

Die Rechnungsführerin bestätigt ein budgetiertes Defizit für das Vereinsjahr 2018/2019 und stellt auch ein solches für das bevorstehende Jahr in Aussicht. Der aktive Chor ist den vorangegangenen Mitgliedern dankbar, dass sie ein kleines Vermögen angespart haben und jetzt von dieser Reserve gezehrt werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Kirchenmusik wieder etwas populärer wird und dadurch neue Spender oder Gönner gefunden werden können. Erste Anzeichen in diese Richtung konnten im Monat November an der gutbesuchten Orgelnacht in Altdorf oder am Orgelkonzert in Spiringen beobachtet werden.