Corona
Bis Ende Januar könnten rund 2200 Impfungen in Uri verabreicht werden

Die Nachfrage nach den Corona-Impfungen in Uri ist gross. Bald sollen auch die Hausärzte mit dem Impfstoff beliefert werden. Aktuell gibt es 115 positive Coronafälle.

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(RIN) «Die Coronalage im Kanton Uri präsentiert sich seit rund einer Woche praktisch unverändert.» Dies schreibt der Urner Sonderstab Covid-19 in der neusten Meldung. So gibt es aktuell im Kanton Uri 115 aktive Fälle von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen. 191 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne, zehn mit dem Virus infizierte Menschen sind hospitalisiert. Der Sonderstab und die Kantonspolizei werden in der kommenden Woche Kontrollen durchführen, ob die angeordneten Massnahmen, die am 18. Januar in Kraft treten, eingehalten werden. Dabei habe auch die Beratung der Betreiberinnen und Betreiber von Geschäften und Institutionen einen hohen Stellenwert, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Derzeit werden im Kanton Uri Personen ab dem 75. Altersjahr sowie Erwachsene mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko geimpft. Impfwillige aus diesen Gruppen können unter der Telefonnummer des Impfzentrums im Kantonsspital Uri, 041 875 50 70, einen Termin vereinbaren. Während der ersten Tage sei diese Nummer infolge der grossen Nachfrage sehr stark belastet gewesen, habe aber stets funktioniert. Inzwischen habe sich die Anzahl der Anrufe auf etwas tieferem Niveau eingependelt. Die Termine werden nach medizinischen Kriterien in der Gruppe der besonders gefährdeten Personen vergeben.

Bis Ende Woche sollen alle Pflegeheimbewohner geimpft werden

Nach der zweiten Woche der Impfkampagne sind im Kanton Uri rund 700 Personen geimpft. «Bis Ende dieser Woche sind alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der Urner Pflegeheime geimpft», so der Urner Sonderstab. Bisher kam ausschliesslich der Impfstoff von Pfizer Biontech zum Einsatz. In den nächsten Tagen wird zudem der neu zugelassene Impfstoff von Moderna ausgeliefert. Dieser kommt im Impfzentrum des Kantonsspitals Uri ab der kommenden Woche zum Einsatz. Auch diverse Hausärzte werden die Moderna-Impfung in rund zwei Wochen verabreichen können, dies aber noch in einer sehr beschränkten Menge. Wer sich durch seinen Hausarzt impfen lassen möchte, wird gebeten, direkt mit der entsprechenden Praxis Kontakt aufzunehmen.

Derzeit gehen die Verantwortlichen davon aus, dass bis Ende Januar rund 2200 Impfungen im Kanton Uri verabreicht werden können. Die Kapazitäten im Impfzentrum des Kantonsspitals seien vorhanden, um diese je nach vom Bund gelieferter Anzahl Impfdosen erhöhen zu können. «Grundsätzlich wird in Uri die verfügbare Impfstoffmenge so schnell wie möglich eingesetzt, damit die Urner Bevölkerung rasch geimpft und eine möglichst hohe Durchimpfungsrate erzielt werden kann», heisst es in der Mitteilung.

Fragen zur Impfung beantworten entweder die Nationale Impf-Infoline (täglich von 6 bis 23 Uhr) unter 058 377 88 92 oder die Hausärztinnen und Hausärzte. Weitere Infos, Merkblätter und Grafiken findet man auf der BAG-Website.