Corona

Bis Ende Woche sollen in Uri 400 Personen geimpft sein

Die Situation in Uri sei «auf hohem Niveau stabil». Der zur Verfügung stehende Impfstoff soll zeitnah verimpft werden. Neu gilt eine Maskenpflicht für Lehrpersonen.

Remo Infanger
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«Die Coronalage im Kanton Uri präsentiert sich auch nach dem Jahreswechsel auf hohem Niveau stabil», schreibt der Urner Corona-Sonderstab am Freitag in einer Mitteilung.

Das Covid-19-Impfzentrum befindet sich im Altbau des Kantonsspitals Uri.

Das Covid-19-Impfzentrum befindet sich im Altbau des Kantonsspitals Uri.

Bild: Urs Hanhart (4. Januar 2020)

Am vergangenen Montag ist der Impfstart auch im Kanton Uri erfolgt. Bis Ende der ersten Woche werden durch das Kantonsspital Uri sowie durch eine mobile Impfequipe rund 400 Impfungen vorgenommen, heisst es in der Mitteilung. Derzeit kommt der Impfstoff vom Hersteller Pfizer/Biontech zum Einsatz. In den kommenden Tagen werde der nationale Zulassungsentscheid des Impfstoffs von Moderna erwartet, wodurch zusätzliche Impfkapazitäten im Kanton Uri verfügbar würden, so der Sonderstab.

Über 75-Jährige und Personen mit Krankheiten gehören zu den Impfwilligen

Die Verantwortlichen des Sonderstabs und des Kantonsspitals stellen eine grosse Nachfrage nach der Impfung fest, vor allem seitens von Personen ab dem 75. Altersjahr sowie von Erwachsenen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko wie Herzerkrankungen, Diabetes oder starke Übergewichtigkeit. Impfwillige aus diesen Gruppen können sich beim Impfzentrum des Kantonsspitals Uri unter 041 875 50 70 melden, um einen Termin zu vereinbaren. Zahlreiche Impfwillige der Risikogruppen wurden bereits von Hausärzten oder von der Spitex angemeldet. Diese Personen werden in den nächsten Tagen zur Vereinbarung eines Impftermins durch das Impfzentrum des Kantonsspitals kontaktiert.

«Die Nachfrage ist sehr gross. Deshalb ist für die ersten Tage nach dem Impfstart etwas Geduld gefragt.»

Der Urner Sonderstab schreibt: «Grundsätzlich wird in Uri die verfügbare Impfstoffmenge so schnell wie möglich eingesetzt, damit die Urner Bevölkerung rasch geimpft und eine möglichst hohe Durchimpfungsrate erzielt werden kann.»

Skitage und Skilager sind nicht verboten

Die Bildungs- und Kulturdirektion hat überdies das Schutzkonzept für die obligatorischen Schulen im Kanton Uri auf die aktuellen Verhältnisse angepasst. Neu gilt in Schulgebäuden für Lehrpersonen eine generelle Maskenpflicht, heisst es in der Mitteilung. Ausnahmen gibt es nur noch während der Arbeit mit Schulkindern mit besonderem Förderbedarf oder dann, wenn beim Sprachenunterricht der Blick auf die Lippen erforderlich ist. Skitage und -lager seien nicht verboten. Falls die Vorgaben eingehalten werden können, seien diese möglich.

Die Urner Skigebiete sind seit dem 30. Dezember wieder offen. Die Einhaltung der mit den Betriebsbewilligungen verbundenen Auflagen wird durch den Kanton Uri kontrolliert. Dabei wurden keine Missstände festgestellt. Der Chef des Sonderstabs, Emil Kälin, hält diesbezüglich fest: «Die Betreiberinnen und Betreiber der Skigebiete nehmen die Bedrohung durch das Virus ernst und wollen zur Sicherheit ihrer Gäste beitragen. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung.»

98 positive Fälle, 255 Personen in Quarantäne

Aktuell gibt es im Kanton Uri 98 aktive Fälle von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen. 255 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Zehn mit dem Virus infizierte Menschen sind hospitalisiert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 32 Verstorbenen seit Beginn der Pandemie.

Hinweis: Fragen zur Impfung beantworten entweder die Nationale Infoline Covid-19-Impfung (täglich 6 bis 23 Uhr) unter 058 377 88 92 oder die Hausärzte. Infos, Merkblätter, Grafiken und kurze Filme findet man auf der BAG-Website. Die aktuellen Urner Fallzahlen inklusive deren Entwicklung finden sich ebenfalls auf der Website des BAG.