Corona hat dem Lauftreff Uri einen herben Dämpfer versetzt

In den vergangenen Jahren hat der Lauftreff Uri immer mehr Sportler angelockt – die Teilnehmerzahl hat sich seit Beginn mehr als verdreifacht. Heuer gibt es jedoch einen Rückschlag.

Urs Hanhart
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Ursprünglich hätte die erste von rund zehn im 2020 geplanten Veranstaltungen des Lauftreffs Uri Ende März stattfinden sollen. Geplant war ein gemeinsames Lauftraining in Seedorf mit Start beim Seerestaurant. Daraus wurde jedoch nichts. Die Organisatoren von Sport Imholz und Steve-Events sahen sich gezwungen, den Auftaktanlass abzusagen. Der Grund dafür war die Coronakrise, beziehungsweise das Verbot von grösseren Menschenansammlungen, verbunden mit den Abstandsregeln. Aus dem gleichen Grund fielen auch die Lauftreffs von Mitte April und Mai sowie Anfang Juni dem Rotstift zum Opfer. Los ging es in diesem Jahr erst am 25. Juni.

Heuer machen wegen Corona weniger Sportler mit als in den Vorjahren.

Heuer machen wegen Corona weniger Sportler mit als in den Vorjahren.

Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 26. Juni 2020)

Den von Josef Imholz und Steve Gisler initiierten Lauftreff Uri gibt es seit zwölf Jahren. «In den letzten Jahren meldeten sich jeweils rund hundert Läufer an, wobei pro Laufabend etwa 70 mitjoggten. Heuer ist die Teilnehmerzahl um etwa einen Drittel eingebrochen. Viele haben uns mitgeteilt, dass sie wegen Corona nicht mitmachen, was durchaus verständlich ist», erklärt Imholz. Beim Auftaktevent von Ende Juni waren rund 50 Laufbegeisterte zugegen. «Die Sportler schätzen es sehr, dass wir ihnen die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu trainieren. Sie können Erfahrungen austauschen, erhalten wertvolle Trainings- sowie Wettkampftipps und nicht zuletzt auch einen Motivationskick für ihre individuellen Trainings», sagt Imholz, und er fügt an: «Geschätzt wird, dass die Treffen einmal pro Monat stattfinden und nicht wöchentlich.»

Viel Abwechslung wird geboten

Der Lauftreff hat vom Joggingboom der letzten Jahre profitiert. Im Auftaktjahr zählte man erst rund 30 Teilnehmer. Inzwischen hat sich die Zahl mehr als verdreifacht. Das ist sicherlich auch auf das durchdachte Konzept zurückzuführen. Die Teilnehmer werden in Stärkeklassen unterteilt. Geleitet werden die Gruppen von erfahrenen Guides, darunter Cracks wie Manfred Jauch und Andrew Kelly.

Die Gründer des Lauftreffs, zusammen mit dem Festwirt im Jahr 2017, Mike Arnold. Von links: Seppi Imholz, Steve Gisler, Mike Arnold.

Die Gründer des Lauftreffs, zusammen mit dem Festwirt im Jahr 2017, Mike Arnold. Von links: Seppi Imholz, Steve Gisler, Mike Arnold.

Biid: Josef Mulle (Seedorf, 20. August 2017)

Zudem wird für Abwechslung gesorgt, indem die Lauftreffs in unterschiedlichen Gemeinden im Unterland sowie ab und zu in Seitentälern stattfinden. Dadurch werden immer wieder andere Strecken gelaufen. Auch bei den Trainingsinhalten kommt keine Langeweile auf. Die Palette reicht von klassischen Dauerläufen bis hin zu Bergläufen und Intervalltrainings. «Eine Altersbeschränkung besteht nicht», betont Imholz. Die Kosten belaufen sich auf 100 Franken pro Jahr, wobei der Beitrag für 2020 wegen der Ausfälle halbiert wurde.

«Uri aktiv» wiederum mit City-Run

Beflügelt durch den Erfolg ihres Lauftreffs beschlossen die Organisatoren, mit «Uri aktiv» einen grösseren Laufevent auf die Beine zu stellen. Dieser erlebte im August 2019 in Altdorf eine erfolgreiche Premiere. Am kommenden Wochenende findet in Altdorf auf dem Unterlehn die zweite Auflage statt. Sie dauert von Freitag bis Sonntag. Im Zentrum des dreitägigen Events steht der City-Run und -Walk vom Samstagvormittag (Startzeit 10.30 Uhr), an dem bei der Premiere 120 Athleten teilnahmen. «Neu gibt es am Freitagabend einen Trailrun und am Sonntagvormittag einen betreuten Longjog. Ansonsten setzen wir auf das bewährte Konzept», verriet Imholz. Abgerundet wird der Anlass mit einem Plausch-Parcours und einer Ausstellung im Zeughaus, in der die Gelegenheit besteht, eine Profi-Laufanalyse vornehmen zu lassen.

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