Corona-Regeln: Polizei lobt Urner Bevölkerung

Trotz nachlassender Disziplin musste die Kantonspolizei Uri keine Busse wegen Missachtung der Abstandsregeln aussprechen.

Philipp Zurfluh
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Frühsommerliches Wetter lockte am verlängerten Wochen­ende viele Ausflügler nach draussen. An Auffahrt war auf den Kantonsstrassen ein hohes, teilweise sehr hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen.

Nicht so viel los war am Samstag und Sonntag, wie Gusti Planzer, Mediensprecher der Kantonspolizei Uri, erklärt. «Das Wochenende war relativ ruhig. Das schlechte Wetter am Samstag und die tiefe Temperatur am Sonntag haben geholfen.» Im Vergleich zu den vergangenen Wochen­enden wurde auf den Passstrassen mehr Verkehr registriert. Deshalb habe die Kantonspolizei Uri auch verstärkt patrouilliert. Zu Staubildungen sei es aber nicht gekommen.

Obwohl die Disziplin in der Schweizer Bevölkerung nachlässt, stellt Planzer den Urnerinnen und Urnern ein gutes Zeugnis aus, was die Hygiene- und Verhaltensmassnahmen betrifft. «Grossmehrheitlich halten sich die Leute daran, obwohl am Wochenende viele Wanderer, Biker und Töfffahrer im Kanton Uri unterwegs waren.» Die Kantonspolizei Uri führte mit verstärkter Patrouillentätigkeit gezielte Kontrollen zur Einhaltung der Covid-Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung durch.

Fingerspitzengefühl statt Repression

Eingreifen musste die Polizei in Seedorf beim Seerestaurant, als sich beim Beachvolleyballfeld eine grössere Menschenansammlung gebildet hatte. Die Gruppengrösse von fünf Personen sowie der 2-Meter-Abstand konnten nicht mehr eingehalten werden. «Die Polizisten haben das Gespräch gesucht und auf die Corona-Regeln aufmerksam gemacht», erklärt Planzer. «Die Leute waren einsichtig. Es mussten keine Massnahmen ergriffen werden.» Obwohl einzelne Meldungen wegen Missachtung der Regeln eingegangen seien, wurde keine einzige Busse ausgestellt. «Die Akzeptanz für die Abstandsregel nimmt etwas ab, doch wir handeln mit Augenmass und Fingerspitzengefühl.»

Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens kam es laut Planzer zu etwas mehr Verkehrsunfällen, die meisten mit geringfügigen Folgen.