Corona-Skeptiker melden sich in Altdorf mit Guerilla-Aktion zurück

Knapp 10 Personen wischten am Samstagnachmittag vor dem Urner Rathaus imaginäre Scherben der Coronakrise. Die Aktion fand an verschiedenen Orten der Schweiz statt.

Florian Arnold
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Eine kleine Gruppe von knapp 10 Personen versammelte sich am Samstagnachmittag vor dem Rathaus in Altdorf, um «die Scherben der Coronamassnahmen zusammenzuwischen», wie auf den Schildern zu lesen war, die sie auf dem Rücken trugen. Sie seien aus Schwyz und Uri, erzählt ein Mann, der einen Besen in der Hand hält und in einem gelb leuchtenden Sicherheitsgilet steckt. «Wir finden die Massnahmen übertrieben, unverhältnismässig und ohne gesunden Menschenverstand.»

Corona-Skeptiker wischen vor dem Urner Rathaus imaginäre Scherben.

Corona-Skeptiker wischen vor dem Urner Rathaus imaginäre Scherben.

Bild: Florian Arnold

Von der Politik fordern die Teilnehmer der Aktion, dass eine breitere Diskussion stattfindet in der auch andere Meinungen als die vorherrschenden Platz finden. «Es gibt viele Wissenschaftler, die im Coronavirus keine grössere Gefahr sehen als in einer gewöhnlichen Grippe», sagt der Mann. Angesprochen darauf, weshalb man für diese Guerilla-Aktion keine Bewilligung eingeholt habe, meint er: «Ich weiss nicht, ob es zum Wischen eine Bewilligung braucht.» Ähnliche Aufrufe zu Putzaktionen gab es auch in Zürich und Bern.