Corona
Urner Gastronomiebetriebe gelangen im Schnellverfahren an Beiträge für Härtefälle

Im Kanton Uri wird das Beitragsverfahren für das Gastgewerbe im Zusammenhang mit dem Härtefallprogramm des Bundes beschleunigt und vereinfacht. Der Regierungsrat hat 1,9 Millionen Franken aus dem Wirtschaftsförderungsfonds zur Auslösung des maximalen Bundesbeitrags von 3,9 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.

Merken
Drucken
Teilen
Keine Gäste, keine Einnahmen: Restaurants sind bis auf Weiteres behördlich geschlossen.

Keine Gäste, keine Einnahmen: Restaurants sind bis auf Weiteres behördlich geschlossen.

Bild: Florian Arnold (Altdorf, 30. Dezember 2020)

(zim) Die behördlich angeordnete Schliessung bis vorerst Ende Februar 2021 trifft im Besonderen das Gastgewerbe, das seit Oktober 2020 empfindliche Umsatzeinbussen zu verkraften hat. Viele Gastgewerbeunternehmen sind darum dringend auf Hilfsbeiträge angewiesen, heisst es in einer Mitteilung des Urner Regierungsrats.

Die Gesuche aus der Gastronomie werden gemäss Regierungsrat einen Hauptteil der Härtefallgesuche ausmachen. Grob geschätzt seien über 200 Gastrobetriebe als potenzielle Gesuchsteller einzustufen.

Der Härtefallbeitrag entschädigt die Umsatzausfälle für die Monate November 2020 (Beginn von behördlich angeordneten Betriebseinschränkungen) bis Februar 2021. Für die Monate Januar und Februar 2021 werden generell Null-Umsätze eingesetzt, da die Betriebe bis am 28. Februar 2021 behördlich geschlossen sind.

Hotelrestaurants müssen ihre Umsätze weiterhin angeben

Eine Ausnahme bilden die Hotelrestaurants, heisst es in der Mitteilung weiter. Da sie für Hotelgäste geöffnet sind, haben sie in den Monaten Januar und Februar 2021 mittels einer Spartenrechnung die effektiven Umsätze anzugeben. Für den Beherbergungsteil kann ein separates Gesuch gemäss Härtefallverordnung des Bunds eingereicht werden.

Nachtragskredit

Mit der vom Bundesrat diese Woche vorgeschlagenen Aufstockung der Härtefall-Hilfsgelder auf insgesamt 5 Milliarden Franken würde sich der Bundesanteil für den Kanton Uri erheblich erhöhen, was aber auch eine Erhöhung des Kantonsanteils zur Folge hätte. Im Kanton Uri wird deshalb gemäss dem Regierungsrat ein Nachtragskredit nötig sein, um die Finanzierung der Härtefälle weiterhin sicherzustellen.

Falls die Einschränkungen für die Gastronomie über den 28. Februar 2021 hinaus verlängert werden, könnten die Betriebe für weitere Monate bis spätestens Ende Juni 2021 nach dem gleichen Prinzip und auf die jeweilige Lage angepasst, entschädigt werden, bis die maximale Höchstgrenze gemäss Härtefallverordnung erreicht ist.

Auszahlung erster Kantonsbeiträge am Freitag

Neben Gesuchen aus der Gastronomie, deren Härtefallbeiträge neu im Schnellverfahren behandelt werden, bearbeitet die Volkswirtschaftsdirektion auch Gesuche von Betrieben aus anderen betroffenen Branchen im Normalverfahren. Erste Beiträge des Kantons werden voraussichtlich am Freitag, 29. Januar, ausbezahlt. Es handelt sich dabei um eine Tranche von rund 900’000 Franken.