Coronamassnahmen

Kanton Uri lässt seine Skigebiete weiterhin offen – Restaurants bleiben zu

Der Regierungsrat sieht sich angesichts der aktuellen Lage nicht im Stande, den Urner Gastrobetrieben die Öffnung zu erlauben. Sie bleiben bis auf weiteres geschlossen.

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(lur)

In Uri gibt es vorerst keine Anpassungen der aktuellen Coronamassnahmen. Das heisst: Die Urner Skigebiete bleiben offen, wie der Regierungsrat am Dienstag in einer Mitteilung bekanntgibt. Aufgrund der epidemiologischen Lage im Kanton sei es aber zugleich auch nicht möglich, die Gastrobetriebe in den kommenden Tagen bereits wieder zu öffnen, wie es in der vergangenen Woche noch eine Option zu sein schien.

Grundsätzlich hält die Regierung fest: «Die täglich gemeldeten Fallzahlen sind in den vergangenen Tagen im Vergleich zu den Vorwochen leicht gesunken. Die Belegung im Kantonsspital Uri liegt derzeit im nationalen Vergleich unter dem Durchschnitt.» Der Betrieb in den Urner Skigebieten sei über den Jahreswechsel zudem «in geordneten Bahnen» verlaufen, und es sei vergleichsweise zu wenig Skiunfällen gekommen. Die Schutzkonzepte der Bergbahnen seien gut eingehalten worden.

Stark getroffene Betriebe können nun Hilfe beantragen

Ausserdem teilt die Regierung mit, dass Unternehmen, die von der Pandemie stark betroffen sind, ab sofort und bis zum 30. Juni Anträge für finanzielle Hilfe beim Kanton einreichen können. Insgesamt stehen für die sogenannten Härtefälle 5,8 Millionen Franken an Geldern zur Verfügung, welche «primär in Form von A-fonds-perdu-Beiträgen vergeben» würden. «Der Höchstbetrag pro Unternehmen beläuft sich auf 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes von 2018 und 2019 und auf höchstens 500'000 Franken.»

In Frage kommen hierbei in erster Linie bedrohte Unternehmen der Event- und Reisebranche, Gastronomie-, Hotel- und weitere touristische Betriebe. Antragsberechtigt sind Unternehmen dann, wenn sie im Jahr 2020 einen coronabedingten Umsatzrückgang von über 40 Prozent aufweisen und in den Jahren 2018 und 2019 einen durchschnittlichen Umsatz von mindestens 50'000 Franken erzielt haben, heisst es auf der Kantonswebsite. Und weiter: «Eine Unterstützung setzt voraus, dass ein Unternehmen vor Ausbruch von Covid-19 profitabel war und eine günstige Prognose für die künftige Überlebensfähigkeit besteht.»