Coronavirus: Töfffahrer sollen auf Ausfahrten verzichten

In Uri sind 68 Personen infiziert. Die Polizei appelliert an die Motorradfahrer, auf Ausfahrten zu verzichten. Dadurch sollen Unfälle vermieden und Kapazitäten in Spitälern frei gehalten werden.

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(pd/MZ) 68 Menschen haben sich bisher im Kanton Uri mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 67). 7 Personen sind hospitalisiert (Vortag: 9). 42 Personen gelten als geheilt (Vortag: 34). Zwei Personen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Informationen aus dem kantonalen Führungsstab Uri (Kafur) hervor.

Kafur: «Freie Kapazitäten in Spitälern sind absolut notwendig»

Die Kantonspolizei appelliert an alle, die mit dem Motorrad unterwegs sind, aufgrund der aussergewöhnlichen Situation auf Ausfahrten zu verzichten. «Bereits ein relativ einfacher Sturz mit einem Motorrad kann einen Spitalaufenthalt von mehreren Tagen zur Folge haben», gibt der Kafur in der Mitteilung zu bedenken. «In der gegenwärtigen Situation sind freie Kapazitäten in den Spitälern absolut notwendig.»

Die Mitarbeiter der Baudirektion haben auf den Urner Pässen diese Woche mit den Räumungsarbeiten begonnen. Die Öffnungszeiten der Urner Pässe sind in diesem Jahr einerseits abhängig von der Witterung in den kommenden Wochen. Anderseits beeinflussen auch allfällige Verlängerungen respektive Lockerungen der Massnahmen im Zusammenhang mit dem Ferien- und Ausflugsverkehr den Zeitpunkt der Öffnung. Der Bundesrat wird in der kommenden Woche über eine mögliche Verlängerung der Massnahmen über den 19. April hinaus entscheiden. «Erst danach werden verlässliche Zeitangaben für die Öffnungszeiten der Urner Pässe kommuniziert», schreibt der Kafur in einer Mitteilung.

Für betreuende Angehörige gibt es ein neues Merkblatt

Das Bundesamt für Gesundheit hat das Merkblatt «Neues Coronavirus: Empfehlungen für betreuende Angehörige» erstellt. Darin finden Angehörige Informationen, wie die Betreuung und das Zusammenleben mit besonders gefährdeten Personen im selben Haushalt ablaufen soll. Auch wird erklärt, was zu tun ist, wenn betreuende Angehörige selber krank werden. Das Merkblatt steht unter www.ur.ch/publikationen/20065 zum Download zur Verfügung. Der Kafur informiert nach jedem Rapport mit einem Bulletin über die aktuelle Lage und die beschlossenen Massnahmen. Das Bulletin kann unter www.ur.ch/newsletterlink abonniert werden.