CVP-Landrätin sorgt sich um Gesundheitsversorgung im Kanton Uri

Frieda Steffen fordert vom Regierungsrat Antworten zur Situation der Urner Hausärzte.

Lucien Rahm
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Im Kanton Uri herrsche eine der tiefsten Ärztedichten der Schweiz, hält die Andermattner CVP-Landrätin Frieda Steffen in einem Postulat fest. Mit dem Vorstoss, den sie am Mittwoch im Landrat eingereicht hat, fordert sie den Regierungsrat zur Beantwortung diverser Fragen zur Urner Gesundheitsversorgung auf. Denn die tiefe Dichte habe «wahrscheinlich einen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl Arztbesuche». Mit durchschnittlich 2,8 jährlichen Besuchen liege Uri unter dem Schnitt der anderen Kantone, die an einer entsprechenden Befragung aus dem Jahr 2012 teilgenommen haben. Der Schweizer Schnitt liege demnach bei 3,9 Arztbesuchen im Jahr.

Von der Regierung fordert Steffen einen Bericht unter anderem zur Frage, wie die Urner Situation der hausärztlichen Versorgung für das aktuelle Jahr sowie in fünf Jahren aussieht. Weiter möchte sie wissen, wie der hausärztliche Notfalldienst geregelt ist, welche Erfahrungen mit dem «Zahnarzt auf Achse» bisher gemacht worden sind oder wie sich die Impfungen, die seit einem Jahr auch in Apotheken gemacht werden können, auf die Durchimpfungsrate ausgewirkt haben.

Auch zu den Apotheken selbst möchte Steffen wissen, wie sich deren Anzahl und jene der Drogerien in Uri aktuell präsentiert und wie ihr Stand in fünf Jahren sein wird.

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