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CVP Uri: Danioth und Stadler wollen in den Nationalrat

Die ehemalige CVP-Kantonalpräsidentin Patrizia Danioth Halter und Landrat Simon Stadler stellen sich für eine Wahl zur Verfügung. Die CVP-Mitglieder entscheiden sich am 26. Juni.
Florian Arnold

Die CVP Uri steigt definitiv ins Rennen um den frei werdenden Sitz im Nationalrat. Der Vorstand der CVP Uri schlägt den Mitgliedern die ehemalige CVP-Kantonalpräsidentin Patrizia Danioth Halter und Landrat Simon Stadler als mögliche Kandidaten für den frei werdenden Nationalratssitz von Beat Arnold (SVP) vor. Dies teilte sie den Medien am Freitagmorgen mit.

«Beide Personen bringen grosse politische Erfahrung mit», wird Flavio Gisler, Präsident der CVP Uri, in der Mitteilung zitiert. «Wir sind überzeugt, dass beide hervorragende Persönlichkeiten sind, welche die Interessen des Kantons Uri in Bern mit Vehemenz vertreten würden.»

Patrizia Danioth Halter ist national gut vernetzt

Patrizia Danioth. (Bild: PD)

Patrizia Danioth. (Bild: PD)

Patrizia Danioth Halter ist Rechtsanwältin und Notarin mit eigener Kanzlei. «Die Altdorferin ist eine erfahrene, national stark vernetzte Politikerin», heisst es in der Mitteilung. Die 54-Jährige sass von 2008 bis 2016 im Landrat und präsidierte von 2009 bis 2013 die CVP Uri. «Sie zeichnet sich durch eine breite Führungserfahrung, politischen Gestaltungswillen und die Fähigkeit aus, über Parteigrenzen hinaus tragfähige Lösungen herbeizuführen.» Sie gilt als gewerbenah und wirtschaftsorientiert, ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern, seit 2016 Mitglied des Bankrats der Urner Kantonalbank sowie vom Bundesrat gewählte Präsidentin der eidgenössischen Eisenbahnregulierungsbehörde. In dieser Funktion prägt sie den öffentlichen Verkehr in der Schweiz entscheidend mit. Im Kontakt mit der EU kommen ihr auch ihre ausgewiesenen internationalen Verhandlungserfahrungen zugute, die sie sich zuvor als Juristin im Eidgenössischen Departement für Verkehr, Umwelt und Energie aneignen konnte. Patrizia Danioth Halter engagiert sich ausserberuflich in zahlreichen Institutionen und Vereinen. Sie ist seit 2016 Stiftungsrätin von Pro Patria und seit 2014 der Fondazione Pro San Gottardo. Seit 2008 leitet sie als Präsidentin die Geschicke der kirchlichen Stiftung Kloster St. Karl in Altdorf, von 2005 bis 2011 war sie zudem Präsidentin des Forums Theater Ur. 2003 bis 2008 sass sie im Mittelschulrat. Als KMU- und Familienfrau ist die Juristin mit den Sorgen der Urner Bevölkerung eng vertraut.

Simon Stadler ist ein engagierter Legislativpolitiker

Simon Stadler. (Bild: PD)

Simon Stadler. (Bild: PD)

Simon Stadler sei zwar erst 31 Jahre alt, bringe aber bereits viel Erfahrung mit, schreibt die CVP. Seit 2012 politisiert er im Landrat und gehöre dort zu den engagiertesten Persönlichkeiten. «Seiner Hartnäckigkeit verdankt der Kanton etwa den Aus- und Umbau des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ), der gegen den Willen der Regierung realisiert worden ist», heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem setzt er sich zugunsten der Landwirtschaft für den Schutz des Kulturlandes im Talboden ein. Aktuell kämpft er für Steuerentlastungen für Personen, die unentgeltlich Angehörige pflegen. «Als Landrat scheut er sich nie, Verantwortung zu übernehmen.» Seit 2017 präsidiert er die Spitalkommission, die den Neu- und Umbau des Kantonsspitals begleitet. Von 2016 bis 2018 stand er als Präsident der Gesundheits-, Sozial- und Umweltkommission vor. Simon Stadler sei durch und durch ein Legislativpolitiker. Mit viel Elan kümmere er sich auch um die Basisarbeit: Seit 2011 ist er Vorstandsmitglied der CVP-Ortspartei Altdorf und seit 2016 deren Präsident. Stadler lernte ursprünglich Maurer und arbeitete einige Jahre auf dem Beruf, heute ist er als Primarlehrer tätig. Ehrenamtlich engagiert sich der Altdorfer als Vorstandsmitglied der Lungenliga Uri, als Sekretär des Urner Kantonalen Schwingerverbands, als Festwirt des Urner Oktoberfests und seit vielen Jahren in diversen Chargen bei Floorball Uri, einem der grössten Jugend- und Sportvereinen des Kantons.

Heidi Z’graggen ist «Wunschkandidatin»

Die CVP Uri will mit ihrer Nationalratskandidatur den Urnern am 20. Oktober eine echte Wahl ermöglichen. «Da der Kanton Uri lediglich auf einen einzigen Sitz Anspruch hat, ist es umso wichtiger, dass eine fähige und umsichtige Person dem Kanton Uri in Bern eine Stimme gibt», sagt Parteipräsident Flavio Gisler. Randregionen und Berggebiete müssten in Bern wahrgenommen werden. «Zudem muss sich ein Grossteil der Urner Bevölkerung mit der Politik des einzigen Nationalrats identifizieren können. Daher braucht es eine Kandidatur aus der lösungsorientierten Mitte.»

Zudem wird die CVP Uri an ihrem Parteitag am 26. Juni Heidi Z’graggen offiziell als Ständeratskandidatin nominieren. Die 53-jährige Erstfelderin war von 2000 bis 2005 Präsidentin der CVP Uri, sitzt seit 2004 im Urner Regierungsrat und war 2018 gar Bundesratskandidatin. «Heidi Z’graggen ist unsere absolute Wunschkandidatin», sagt Flavio Gisler. «Sie bringt als Regierungsrätin grosse politische Erfahrung mit und ist auch auf nationaler Ebene bestens vernetzt.»

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