CVP Uri schickt neu Daniel Furrer ins Rennen

Die CVP Uri setzt für die Regierungsratswahlen vom kommenden März auf ein Dreierticket mit den beiden Bisherigen Beat Jörg und Urban Camenzind sowie Daniel Furrer. Das Resultat fiel für den neuen Kandidaten äusserst knapp aus.

Florian Arnold
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Grosse Freue bei Daniel Furrer, der offiziell als Kandidat aufgestellt wurde. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 27. November 2019)

Grosse Freue bei Daniel Furrer, der offiziell als Kandidat aufgestellt wurde. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 27. November 2019)

Im Saal des BWZ-Neubaus in Altdorf fanden an der CVP-Nominationsversammlung vom Mittwochabend nicht alle Mitglieder einen Sitzplatz. Die Kandidaten hatten offenbar gut mobilisiert, knapp 300 Personen wollten bei der Wahl der offiziellen Kandidaten mitreden. Es wurde richtig spannend. Im ersten Wahlgang erreichten Karin Gaiser 33 Stimmen, Daniel Furrer 126 und Flavio Gisler 132. Im zweiten Wahlgang erhielten Gaiser 7, Furrer 140 und Gisler 143. Im dritten Wahlgang war das relative Mehr massgebend.  Dabei fielen 2 Stimmen auf Gaiser, 146 auf Furrer und 143 auf Gisler.

Daniel Furrer ist selbstständiger Meisterlandwirt und Lehrmeister und arbeitet in einem Teilpensum als Betriebsberater beim Amt für Landwirtschaft. Er ist Verwalter der Stiftung Fideikommiss a Pro. Der 48-Jährige sitzt seit 2008 im Urner Landrat und stand der CVP-Fraktion von 2014 bis 2019 als Fraktionschef vor. Von 2012 bis 2014 präsidierte er die Kantonalbankkommission, gegenwärtig ist er Präsident der Finanzkommission. Er ist seit 2011 Vorstandsmitglied der AWG Uri und seit 2014 auch im Vorstand der CVP Uri. Der Vater dreier Töchter engagiert sich in verschiedenen Funktionen innerhalb der Gemeinde Erstfeld und war während zwölf Jahren Ortsparteipräsident. Er ist Verwaltungsrat der Landi Uri AG und war in weiteren landwirtschaftlichen Organisationen tätig. Daniel Furrer bedankte sich bei seinen Mitstreitern. «Ich werde alles daran setzen, dass wir die Sitze der CVP halten können.»

Zuvor hatte die Ortspartei Erstfeld vorgeschlagen, mit den beiden Bisherigen ein Viererticket ins Rennen zu schicken, mit dem Ziel, dem Volk eine Auswahl zu bieten. Dies wurde aber auf Anraten des Vorstands mit 203 zu 70 Stimmen verworfen. Hans Stadler hatte es auf den Punkt gebracht: «Es wird ohnehin eine Auswahl geboten.» Seiner Meinung nach hätte die CVP mit einem Viererticket Machtanspruch demonstriert. «Ich glaube nicht, dass das Volk das schätzt», so Stadler.

Bisherige werden einstimmig bestätigt

Einstimmig nominiert wurden die beiden bisherigen Regierungsräte Beat Jörg und Urban Camenzind. Sie sind beide im Begriff, ihre dritte Amtszeit im Regierungsrat zu beginnen. Sie beriefen sich auf die vielen aufgegleisten Projekte, wie etwa die West-Ost-Verbindung, den Neubau des Kantonsspitals oder den Kantonsbahnhof. Beide glauben an die Zukunft des Kantons, der noch viel Entwicklungsmöglichkeiten bieten würde. Jörg sagte, es sei wichtig, für Kontinuität zu sorgen. «Auch wenn wir viel Gutes gemacht haben, bleibt viel Raum für die weitere Entwicklung», so Jörg. Und Camenzind warb für sich: «Es braucht Macher-Qualitäten.» Diese bringe er mit und habe er bewiesen.

Baumann verabschiedet sich

Seppi Truttmann, CVP-Präsident ad interim, überreichte Isidor Baumann und dessen Frau Geschenke zum Abschied. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 27. November 2019)

Seppi Truttmann, CVP-Präsident ad interim, überreichte Isidor Baumann und dessen Frau Geschenke zum Abschied. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 27. November 2019)

Verabschiedet wurden Ständerat Isidor Baumann. Alt Ständeratspräsident Hansheiri Inderkum meinte, Baumann sei mit einem grossen Rucksack nach Bern gereist, dies als ehemaliger Gemeindepolitiker und Regierungsrat. 2011 wurde er in den Ständerat gewählt und konnte dort vor allem in einigen Kommissionen und Delegationen Schwerpunkte setzen. Er habe sich in Bern grossen Respekt und Wertschätzung verschafft. Baumann hätten Fairness, Zurückhaltung und Mut ausgezeichnet. Zudem sei der abtretende Ständerat ein Meister des Worts und des Schalks. «Ein politisches Naturtalent», so Inderkum.

Baumann selber bedankte sich bei der CVP-Familie. Er sprach vor allem den Jungen im Saal Mut zu, indem er ihnen empfahl, unter allen Voraussetzungen in die Politik einzusteigen. «Jeder kann das, wenn er das will», so Baumann. Politik funktioniere aber nur im Zusammenspiel mit anderen.

Weiter verabschiedet wurden Elsbeth Marty, Regula Waldmeier und Margret Planzer, welche für die CVP in den Urner Gerichten tätig waren.