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Dätwyler baut in Altdorf bis zu 100 Stellen ab

Der Urner Mischkonzern Dätwyler Cabels in Altdorf baut voraussichtlich 100 Stellen ab - trotz 54 Prozent mehr Gewinn im letzten Jahr! Das Unternehmen reagiert auf den tiefen Eurokurs.
Einblick in die Produktionshalle im Werk in Schattdorf. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Einblick in die Produktionshalle im Werk in Schattdorf. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Neben dem Stellenabbau beschloss die Geschäftsleitung von Dätwyler Cabels, die Liftkabelproduktion nach China und die Kabelkonfektion nach Osteuropa zu verlagern, wie die Gewerkschaft Syna am Montagabend mitteilte. Ab sofort gilt wieder eine 40-Stunden-Woche.

Ausserdem reduziert die Firma ihre Produktpalette und will sich künftig auf die Produktion von Kupfer-, Glasfaser- und Sicherheitskabel konzentrieren, wie es in der Mitteilung weiter heisst. In Maschinen und Gebäude investiert das Unternehmen 30 Millionen Franken.

Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Der Umsatz nahm im letzten Jahr um 17,6 Prozent auf 1,319 Mrd. Franken zu, wie Dätwyler am Dienstag mitteilte. 13,3 Prozentpunkte des Wachstums stammen allerdings von der übernommenen Reichelt Elektronik. Die Frankenstärke kostete andererseits 5,5 Umsatzprozente. Der Gewinn stieg durch die erhöhte Kapazitätsauslastung und tiefer Kosten um 54,2 Prozent auf 98,2 Mio. Franken. Davon sollen die Aktionäre profitieren mit einer kräftig von 1.20 auf 2.20 Franken pro Aktie erhöhten Dividende.

Wechselkurs drückt auf Margen

Nachdem sich die operativen Verbesserungen in schwierigen Zeiten bewährt hätten, wolle Dätwyler die globale Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Mit Blick auf die Frankenstärke respektive die Euroschwäche sollen unter anderem Arbeitsplätze von Altdorf ins Ausland verlagert werden. Denn im Konzernbereich Verkabelungs-Lösungen hätten Wechselkurseinbussen ebenso wie in der Dichtungs-Technik vor allem im vierten Quartal 2010 empfindlich auf die Margen gedrückt. Da Dätwyler auch 2011 mit einem tiefen Euro rechnet, bleibe die wirtschaftliche Situation am Standort Altdorf äusserst kritisch.

sda/rem

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