Dätwyler hat nun Konzernteile verkauft

Der Verkauf von Distrelec und Nedis ist passé. Die Konzernteile gehören nun einem deutschen Unternehmen.

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Dätwyler-CEO Dirk Lambrecht an der kürzlich abgehaltenen GV in Altdorf.

Dätwyler-CEO Dirk Lambrecht an der kürzlich abgehaltenen GV in Altdorf.

Bild: Urs Hanhart

(zf) Der Urner Dätwyler-Konzern wird verkleinert. Künftig will sich die Gruppe nur noch auf das wachstums- und margenstarke Geschäft mit Gummidichtungen (Sealing) konzentrieren, wie im vergangenen Dezember bekanntgegeben wurde. Zu diesem Geschäftsfeld gehört auch der Standort in Schattdorf.

Vertragsbedingungen erfüllt

Die Unternehmen Distrelec und Nedis, die mit elektronischen Komponenten handeln, sind nun an die deutsche Investmentgruppe Aurelius verkauft worden, wie Dätwyler nun mitteilte. Dies per 16. März. «Die Wettbewerbsbehörden haben die Transaktion ohne Auflagen genehmigt», heisst es in einer Medienmitteilung. Somit wurden alle Vertragsbedingungen erfüllt und die deutsche Aurelius ist neu Eigentümerin aller Gesellschaften von Distrelec und Nedis. «Über die Einzelheiten der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart», so Dätwyler.

Für weiteren Verkauf nimmt sich Dätwyler mehr Zeit

Dem Urner Konzern entsteht ein Verlust von 670 Millionen Franken, dieser sei jedoch nicht liquiditätswirksam, wurde bereits im Dezember mitgeteilt. Weiter geplant sei zudem der Verkauf der Tochterfirma Reichelt. «Dafür nimmt sich Dätwyler Zeit, zur Wertoptimierung weitere Optionen zu prüfen.»

Zentralschweizer Mitarbeiter sind von der Abstossung dieses Geschäftsfelds nicht betroffen. Distrelec und Nedis haben 2018 einen Umsatz von rund 300 Millionen Franken erwirtschaftet, beschäftigt werden rund 850 Mitarbeiter, hauptsächlich im Ausland.