DAKAR/ALTDORF: Vom «Welschlandaufenthalt» in Senegal retour

Für vier Wochen war Beppi Ziegler zu Besuch in einer anderen Welt: Aus Dakar hat er über tausend Bilder und ebenso viele Geschichten mitgebracht.

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Gegessen wird meist erst um Mitternacht: Der 17-jährige Mittelschüler Beppi Ziegler (rechts) mit seiner Gastfamilie im senegalesischen Dakar. (Bild zVg)

Gegessen wird meist erst um Mitternacht: Der 17-jährige Mittelschüler Beppi Ziegler (rechts) mit seiner Gastfamilie im senegalesischen Dakar. (Bild zVg)

Wie wars in Senegal, wird Beppi Ziegler gefragt, immer und immer wieder. Wie war das Klima, wie war Dakar, wie waren die Menschen? Dann weiss der 17-Jährige kaum, wo er beginnen soll. «Es ist einfach alles anders», sagt er etwas hilflos, und dann noch mal: «Alles ist anders. Einfach alles.» Doch dann beginnen die Worte zu sprudeln, und man möchte ihn erzählen lassen wie König Schahriyâr seine Scheherazade, möchte 1001 Nacht lang zuhören, denn: Beppi Ziegler ist nicht nur mit über tausend Bildern von seinem Französischaufenthalt zurückgekommen. Er hat auch ebenso viele Geschichten mitgebracht. Geschichten aus einer Stadt, in der eben einfach alles anders ist.

Ein schöner Kulturschock
Dass er sich nicht auf einen gewöhnlichen Stage einlassen würde, wusste der Gymnasiast, als er sich in der Wahl seiner Destination nicht für die Romandie, sondern die senegalesische Hauptstadt Dakar entschied. Und doch war es ein Kulturschock, als er vor gut fünf Wochen in der fremden Welt landete. Aber einer von der schönen Sorte. «Die Leute sind so freundlich, so gemütvoll», schwärmt Beppi Ziegler, und er klickt auf dem Laptop durch seine tausend Bilder: Fast alle zeigen lachende Menschen. «Alle sprechen dich an, wollen dich kennen lernen.» Nach einigen Tagen hatte der Altdorfer – auf der Strasse nannte man ihn «Dubap», was in Wolof, der einheimischen Umgangssprache, so viel heisst wie «Hellhäutiger» – Dutzende von Freunden. «Oft reicht es, mit der Kamera unterwegs zu sein», erklärt er. «Dann wollen alle aufs Foto.» Einen engen Freund hat er in Modou Fall gefunden, dem gleichaltrigen Pflegesohn der Gastfamilie. Täglich waren die zwei Jungen gemeinsam unterwegs. Allein sollte man sich als Europäer nicht draussen herumtreiben, räumt Ziegler ein. Auch in Dakar ist die Armut allgegenwärtig.

Manuela Kalbermatten

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.