Dampfbahn Furka-Bergstrecke schreibt erneut schwarze Zahlen  

Im vergangenen Jahr hat die Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) ihre Passagierzahlen fast in sämtlichen Bereichen erhöhen und zum zweiten Mal nach 2017 schwarze Zahlen schreiben können. Gleich mehrere Wechsel gab es an der GV in Oberwald im Verwaltungsrat. 

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Mit Volldampf unterwegs: Die Lok HG 4/4 Nummer 704 ist bei ihrer ersten offiziellen Fahrt auf der Furka Bergstrecke ein beliebtes Fotosujet. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Realp, 25. Juni 2019)

Mit Volldampf unterwegs: Die Lok HG 4/4 Nummer 704 ist bei ihrer ersten offiziellen Fahrt auf der Furka Bergstrecke ein beliebtes Fotosujet. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Realp, 25. Juni 2019)

(pd/MZ) Die durchschnittliche Passagierzahl pro Zug stieg auf 100 Personen, gegenüber 86 im Vorjahr. Die Auslastung stieg um 8 Prozent von 56 auf 64 Prozent. Der Umsatz bei den Charterfahrten nahm um nicht weniger als 61 Prozent zu.

Die Zahl der 1.-Klass-Passagiere stieg um 11 Prozent. Spitzenreiter bei der Auslastung war der Zug, der um 13.50 Uhr ab Oberwald fährt, mit einer Auslastung von 73.6 Prozent. Die Auslastung des Zuges 10.45 Uhr ab Oberwald war mit einer Zunahme von 38 Prozent ausserordentlich gross. Generell war die Zunahme ab Oberwald laut Züllig ausgeprägter als ab Realp.

Die DFB AG konnte 2018 zum zweiten Mal in Folge mit einem positiven Finanzergebnis abschliessen – und dies ohne Subventionen oder Abgeltungen. Der Jahresgewinn betrug 15’679 Franken und war damit fast gleich hoch wie jener von 2017. Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben die Steigerung der Einnahmen aus dem Fahrplan- und Charterverkehr, aus den Nebenbetrieben Souvenir und Gastronomie sowie ein straffes Kostenmanagement.

Auch sonst konnten die Verantwortlichen mit Verwaltungsratspräsident Ernst Künzli an der Spitze auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Es begann im Juni mit dem Eintreffen und der erfolgreichen Inbetriebsetzung der neuen Dampflok HG 4/4 Nr. 704, die seit einer Woche auch im fahrplanmässigen Betrieb steht.

Im Sommer 2018 musste der Dampfbetrieb zwischen Gletsch und Oberwald an 31 Betriebstagen wegen Trockenheit und Waldbrandgefahr eingestellt beziehungsweise auf Dieseltraktion umgestellt werden.  

Vizepräsident Franz Kissling (Bern) sowie Oskar Brodmann (Hinwil) und Robert Frech (Würenlingen) erklärten ihren Rücktritt als Verwaltungsräte der DFB AG. An der von 239 Personen besuchten Generalversammlung wurden folgende Personen neu zu Verwaltungsräten gewählt: Stephan Kohler (Aarau), Jürg Schöning (Zürich) und Jörg Wiederkehr (Dänikon). Verwaltungsratspräsident Ernst Künzli und die restlichen Verwaltungsräte wurden für drei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt.  

Josef Hamburger wird neuer Geschäftsleiter

Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke musste sich auch auf die Suche nach einem neuen Geschäftsleiter machen. Urs Züllig tritt auf Ende 2019 nach acht Jahren im Amt von seinem Posten zurück. Sein Nachfolger heisst Josef Hamburger und tritt sein Amt am 1. Januar 2020 an.