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Dampfbahn schliesst erstmals mit Gewinn

Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke hat das Jahr 2017 erstmals mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 15858 Franken.
Eine Lokomotive der Dampfbahn Furka Bergstrecke unterwegs in Realp. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (23. 6. 2018))

Eine Lokomotive der Dampfbahn Furka Bergstrecke unterwegs in Realp. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (23. 6. 2018))

Die schwarze Null sei das Ergebnis eines strengen Kostenregimes, eines Effizienzsteigerungsprogrammes und des letzten Jahr beschlossenen Kapitalschnittes, sagte Verwaltungsratspräsident Ernst Künzli am Samstag, 30. Juni, an der Generalversammlung der Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) AG in Andermatt.

Die Sparmassnahmen sollen auch in Zukunft fortgesetzt werden. Grosse Bedeutung kommt den Marketingmassnahmen zu. Damit sollen wieder mehr Passagiere für eine Fahrt mit der Dampfbahn angelockt und der Selbstfinanzierungsgrad von derzeit 49 Prozent erhöht werden.

Mehr Züge transportierten mehr Passagiere

Die konsequente Marktbearbeitung brauche allerdings ihre Zeit, sagte Künzli. Zu den weiteren Arbeiten, die bei der DFB AG zur Stabilisierung des Turnarounds an die Hand genommen werden, gehört auch die Überarbeitung des Strategiepapiers 2020. Dieses soll für die Zeit bis 2025 fortgeschrieben werden.

Im vergangenen Jahr waren 472 Züge auf der fast 20 Kilometer langen Strecke zwischen Realp und Oberwald unterwegs gewesen, 39 mehr als 2016. Während die Zahl der fahrplanmässigen Züge ungefähr gleich blieb, stieg diejenige der Extra- und Charterzüge leicht an. Mit diesen Zügen wurden 27193 Fahrgäste befördert, rund 200 mehr als im Jahr davor. Trotz einem leicht höheren Passagieraufkommen fiel der Erlös aus dem reinen Fahrbetrieb erstmals unter die Millionengrenze.

Die diesjährige Saison hat vor einer Woche gut begonnen, wie Geschäftsleiter Urs Züllig bekannt gab. Mit dem Eintreffen der frisch renovierten Dampflok HG 4/4 Nr. 704 und dem unmittelbar bevorstehenden Baubeginn der neuen Wagenremise in Realp konnten für 2018 bereits zwei wichtige Ereignisse verzeichnet werden.

Gastreferent an der von über 200 Aktionären besuchten GV war der frühere FDP-Nationalrat und FDP-Parteipräsident Franz Steinegger. Er sprach über die Bedeutung des Urserentales als geografisches, verkehrstechnisches und touristisches Kreuz innerhalb von Europa. (red)

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