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Danny Abel leitet neu Notfallseelsorge in Uri

Anfang Juli ändert sich der Name der «Notfallseelsorge Uri» in «CareTeam Uri». Die Aufgabe aber bleibt auch unter neuem Namen und neuer Leitung dieselbe – Menschen in Notsituationen psychische Hilfe leisten.
Der neue Leiter des Care-Teams Uri, Danny Abel (links), mit Roland Hartmann, Generalsekretär der Gesundheitsdirektion Uri. (Bild: PD)

Der neue Leiter des Care-Teams Uri, Danny Abel (links), mit Roland Hartmann, Generalsekretär der Gesundheitsdirektion Uri. (Bild: PD)

Ab Anfang Juli übernimmt Danny Abel die Leitung der Notfallseelsorge Uri, die neu den Namen «Care Team Uri» trägt. Die Aufgaben und Anforderungen bleiben unverändert. Die Notfallseelsorger leisten psychische Erste Hilfe. Sie werden durch die Blaulichtorganisationen – also durch die Einsatzzentrale der Polizei im Werkhof Flüelen – aufgeboten. Zwischen sechs und neun Mitglieder leisten derzeit diesen Dienst.

Ursprünglich nahm die Notfallseelsorge ihren Anfang im Dekanat Uri in enger Zusammenarbeit mit dem Spitalseelsorger Josef Haselbach. Ende 2004 war die Notfallseelsorge Uri als öffentliche Notfallnummer erreichbar. Nach und nach folgten Stellenwechsel der Leitenden Josef Haselbach, Diakon Hermann Schneider und Pfarrer Josef Zwyssig, sodass die Pastoralassistentin Claudia Nuber die Leitung der Notfallseelsorge Uri übernahm.

Mit der Auflösung des Vereins CareTeam Zentralschweiz wurde im Januar 2010 eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Uri geschlossen. Die bis dahin öffentliche Telefonnummer der Notfallseelsorge wurde abgeschafft und die Alarmierung der Notfallseelsorger erfolgt seit diesem Zeitpunkt über den Werkhof Flüelen.

Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinaus

Zur gleichen Zeit wurde für mögliche Grosseinsätze die Zusammenarbeit mit anderen Zentralschweizer CareTeams ins Leben gerufen, indem die Care Organisation Zentralschweiz (COZS) gebildet wurde. Ziel war und ist die gemeinsame Aus- und Weiterbildung, um im Bedarfsfall über die Kantonsgrenzen hinaus zusammenarbeiten zu können. Nach einer anfänglichen Findungsphase ist die COZS nun laut Mitteilung ein eingespieltes Team. Ihr Vorsitz wechselt alle zwei Jahre zu einem anderen Kanton. Uri wird voraussichtlich im Jahr 2020 den Vorsitz übernehmen.

Mit dem Stellenwechsel von Claudia Nuber im vergangenen Sommer musste eine neue Leitung gefunden werden. Die Suche nach einer Trägerorganisation, welche die Betreuungsaufgaben im Auftrag des Kantons Uri übernommen hätte, gestaltete sich laut einer Mitteilung des CareTeams Uri äusserst schwierig. In der Folge wurde eine pragmatische Lösung mit der Gesundheitsdirektion Uri gefunden. Sie übernimmt künftig die Personaladministration. Die fachliche Leitung, die Koordination und die Begleitung der Einsatzleistenden liegt wie bisher bei einem der Notfallseelsorger. Diese Aufgabe übernimmt neu Danny Abel. Die Finanzierung wird wie bisher vollständig vom Kanton übernommen.

Mit dem Wechsel der Leitungsperson zieht sich das Dekanat Uri aus der Struktur der Notfallseelsorge zurück. Personell jedoch besteht nach wie vor rund die Hälfte der Einsatzleistenden aus Seelsorgern der Urner Pfarreien. Konsequenterweise wird nun der Name «Notfallseelsorge Uri» in «CareTeam Uri» abgeändert. Dieser Name hat sich als Bezeichnung aus verschiedenen Gründen in den anderen Kantonen durchgesetzt.

Danny Abel wird den Kontakt zu den Partnerorganisationen pflegen. Neben der Teilnahme an den Sitzungen der Care Organisation Uri gehört dazu der Austausch mit der Kantonspolizei Uri, mit denen die engste Zusammenarbeit stattfindet. In den letzten 18 Monaten sei der Austausch zu kurz gekommen.

Claudia Nuber ist überzeugt, dass die neue Lösung eine schlanke Struktur darstellt, die dem zukünftigen Leiter Danny Abel in der konkreten Ausübung seiner Leitungsfunktionen genügend Freiraum bietet. Vor allem aber sei es eine geringfügige Veränderung im Hintergrund, die sich nicht auf die Funktionsweise und die Arbeit der psychologischen Nothilfe auswirke. Denn die Hauptaufgabe liege nach wie vor in der Betreuung und kurzzeitigen Begleitung von Angehörigen oder Betroffenen nach schweren Unfällen oder plötzlichen Todesfällen.

Oftmals muss Verstärkung aufgeboten werden

Gerade weil man sich im Kanton Uri kenne, sei vielfach ein gutes soziales Netz vorhanden, das Betroffene auch schon in den ersten Stunden auffange, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Gegenzug könne es eine Herausforderung für den Notfallseelsorger sein, wenn bis zu seinem Eintreffen ausser den direkt Betroffenen auch bereits die Grossfamilie, die Nachbarn und Kollegen anwesend seien.

Da es jedoch immer wieder vorkommen könne, dass sich die Situation vor Ort von dem unterscheidet, was der Seelsorger nach dem bisherigen Informationsstand erwartet, sei es durchaus möglich, dass die erste aktive Tat vor Ort ein Telefonat mit der Bitte um Verstärkung sei.

Überzeugt, dass es wichtig sei, diese schwierige Aufgabe wahrzunehmen und auszuführen, werde auch die neue Leitung mit dem neuen Namen dazu beitragen, dass psychologische Nothilfe gut und unkompliziert im Kanton Uri ausgeführt werden könne. (red)

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