Das 83. Pistolen-Rütlischiessen wird wegen Corona abgesagt

Den Anlass unter Beachtung aller Auflagen durchzuführen, ist gemäss dem Organisationskomitee nicht möglich. Auch weil einige Sektionen angekündigt haben, ohne kameradschaftlichen Teil nicht teilzunehmen.

Paul Gwerder
Drucken
Teilen

Schon im Frühjahr hat sich abgezeichnet, dass das Covid-19-Virus auch die Durchführung des 83. Historischen Pistolen-Rütlischiessens beeinflussen wird. Das Organisationskomitee hat jedoch ungeachtet dessen an der Organisation des Anlasses gearbeitet und bis zuletzt gehofft, dass die Situation einen Anlass dieser Art zulassen würde.

Rund 900 Schützinnen und Schützen waren im letzten Jahr beim Rütli-Pistolenschiessen dabei.

Rund 900 Schützinnen und Schützen waren im letzten Jahr beim Rütli-Pistolenschiessen dabei.

Bild: Paul Gwerder (Rütli, 20. Oktober 2019)

Das Pistolen-Rütlischiessen lebt nicht nur vom sportlichen Wettkampf, sondern auch vom freundeidgenössischen Zusammenstehen. Dieser kameradschaftliche Austausch über alle Landesteile und Hierarchien macht einen wesentlichen Teil des «Rütligeistes» aus. Leider war die Hoffnung vergebens. Nach intensivem Abwägen der Durchführbarkeit mit allen Auflagen eines Schutzkonzeptes sieht sich das Organisationskomitee dazu gezwungen, das diesjährige Pistolen-Rütlischiessen vom 18. Oktober definitiv abzusagen.

Helferinnen und Helfer hätten gefehlt

Der Entscheid wurde nicht leichtfertig gefällt, sondern in Abwägung aller Faktoren und unabhängig von der am 12. August vom Bundesrat kommunizierten Anhebung der Anlassobergrenze von Grossanlässen. Mit den aktuell geltenden Auflagen – insbesondere mit dem Gebot des «Social Distancing» – ist ein Anlass dieser Grösse und Tradition nur teilweise oder eher gar nicht durchführbar. Bereits bei den Anmeldungen hat das Organisationskomitee festgestellt, dass im Vergleich zu anderen Jahren viel weniger Anmeldungen eingingen. Auch haben einzelnen Sektionen entschieden, auf eine Teilnahme zu verzichten, falls nur ein sportlicher, nicht aber ein kameradschaftlicher Teil durchgeführt würde.

Zudem wären gemäss ihren Aussagen viele, vor allem ältere Helferinnen und Helfer, in der aktuellen Gesundheitssituation nicht zur Verfügung gestanden. Deshalb ist das Organisationskomitee zum Schluss gekommen, dass unter den gegebenen Umständen eine Durchführung keinen Sinn macht. Nun soll alles daran gesetzt werden, dass die Austragung am 17. Oktober 2021 stattfinden kann.

Mehr zum Thema