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Realp plant eine Grossinvestition

Das Reservoir Moos in Realp ist zu klein und entspricht nicht mehr dem neusten Stand der Technik. Nun soll für 570'000 Franken ein Neubau entstehen.
Bruno Arnold
Das alte Reservoir Moos entspricht grössenmässig, aber auch bezüglich dem Stand der Technik nicht mehr den heutigen Vorgaben und soll deshalb ersetzt werden. (Bild: PD)

Das alte Reservoir Moos entspricht grössenmässig, aber auch bezüglich dem Stand der Technik nicht mehr den heutigen Vorgaben und soll deshalb ersetzt werden. (Bild: PD)

Das Reservoir Moos wurde 1962 in Betrieb genommen und weist ein Speichervolumen von 40 Kubikmetern auf. In den seither vergangenen knapp 60 Jahren wurden keine relevanten Instandstellungsmassnahmen umgesetzt. «Dementsprechend ist der Zustand des Reservoirs mangelhaft», schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft zuhanden des Urnengangs. «Angesichts der hohen Spitzenwasserbezüge funktioniert das Reservoir Moos zurzeit eher als Druckbrecher, denn als Reservoir», heisst es in der Botschaft. Die wesentlichsten Mängel werden wie folgt umschrieben:

Die Löschwasserreserve beträgt aktuell 25 Kubikmeter. Das Feuerwehrinspektorat verlangt aber eine solche von 60 Kubikmetern.Die Brauchreserve von 15 Kubikmeternist ungenügend. Neu soll sie 60 Kubikmeterbetragen. Die Reinigungs- und Betriebsmöglichkeiten des Reservoirs, die Arbeitssicherheit sowie Verwurfsmöglichkeiten genügen den heutigen Vorschriften nicht mehr.

Gemeinderat beantragt Kredit von 570'000 Franken

Nun soll für 570'000 Franken (inklusive Landerwerb) ein neues Reservoir mit einem Gesamtvolumen von 120 Kubikmetern respektive mit zwei gleich grossen Kammern zu 60 Kubikmeter Nutzvolumen gebaut werden. Zwischen den Kammern ist der Armaturen- und Serviceraum geplant, in dem alle Leitungsanlagen eingebaut werden sollen. Es ist aber auch Platz für den späteren Einbau einer Steuerungsanlage und / oder einer Trübungsüberwachung vorgesehen.

Teile sollen vorfabriziert und eingeflogen werden

Das Reservoir befindet sich hinter dem Dorf Realp respektive oberhalb der Strasse, die ins Witenwasserental führt. Zum Reservoir besteht keine Zufahrtsmöglichkeit. «Die Materialtransporte für einen Betonbau vor Ort wären deshalb sehr aufwendig und teuer geworden», hält der Gemeinderat fest. Deshalb ist vorgesehen, die vorfabrizierten Teile mit einem Schwerlasthelikopter in die Baugrube in der Nähe des bestehenden Standorts zu fliegen.

Anschliessend soll das Gebäude mit einer Länge von rund 25 Metern und einem Durchmesser von 3 Metern eingedeckt werden. «Dank der Vorfabrikation kann auch die Bauzeit verkürzt werden», heisst es in der Botschaft weiter. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll auf der Talseite ein Blocksatz um die Zugangstüre verbleiben. Ansonsten wird das Reservoir aus dem Dorfgebiet kaum erkennbar sein. Für den periodischen Unterhalt und den Kontrollgang wird dem Brunnenmeister weiterhin nur ein Fussweg zur Verfügung stehen. Sobald die Arbeiten am Neubau komplett abgeschlossen sind, soll das alte Reservoir ausser Betrieb genommen und rückgebaut werden.

Gemeinderat beantragt Ja zum Kredit

Der Gemeinderat Realp beantragt den Stimmberechtigten, dem Kreditbegehren von 570'000 Franken für den Neubau des Reservoirs Moos am 10. Februar zuzustimmen.

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