«Das Bewilligungsverfahren muss beschleunigt werden»

Zur Sperrung der Axenstrasse über acht Wochen und das Projekt Umfahrung Sisikon

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Seit Jahren hören wir vom Bundesamt für Strassen und der Urner Regierung, es gäbe infolge Einsprachen leider Verzögerungen beim Bau der neuen Axenstrasse. Regelmässig werden wir auf den Sankt-Nimmerleinstag vertröstet. Dabei scheint man dies mit einem Schulterzucken gottergeben hinzunehmen und verweist auf das Bewilligungsprozedere.

Ich wünschte mir ein aktiv beschleunigtes Bewilligungsverfahren. Solange das Plan­genehmigungsverfahren nicht abgeschlossen ist, kann kein Gericht darüber entscheiden. Es wäre deshalb an der Zeit, mit allen Ressourcen das Verfahren zu beschleunigen und einen Bundesgerichtsentscheid zu erzwingen. Acht Wochen zu schliessen, ist für uns Sisiger und auch die Urner Pendler nach Zug und Zürich nur schwer zu akzeptieren, insbesondere wegen Staus bei Hergiswil und Buchrain.

Die Einsprecher sind bekannt: Drei Privatpersonen, die Alpeninitiative, die Ärzte für den Umweltschutz, die VCS Uri und Schwyz. Sie sind immer noch beleidigt, dass 2009 die alte Axenstrasse aufklassiert worden ist, und sie sind generell gegen neue Strassen. Zwar sei man für eine Umfahrung Sisikon, aber sie nehmen bei ihren realitätsfremden Forderungen nicht zur Kenntnis, dass es nicht um die Dorfumfahrung geht, sondern eine grossräumige Sicherung des Axens.

So entsteht der Urner Wirtschaft ein beträchtlicher Schaden. Unsere sechs Restaurants erleiden bis zu 90 Prozent Ertragsausfälle. Es fehlen mir Ideen und eine Stellungnahme des Kantons zu einem ampelgesteuerten, zeitlich begrenztem Verkehrsregime, einem provisorischen Parkplatz bei der Rampe in Sisikon für Pendler, et cetera. Kaum zu glauben, dass es die Post nicht fertig bringt, jeden Tag eine Zustellung zu machen. Dies wäre ganz einfach mit einem stationierten Auto in Brunnen möglich! Mit weiteren Vertröstungen und «äs isch halt äso» ist uns nicht gedient!

Arthur Zwyssig, Sisikon