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Rückblick 2018: Das hat die Urner Justiz beschäftigt

Fall Schürch, Fall Walker und Messerstechereien. Die Urner Justiz konnte sich über fehlende Arbeit nicht beklagen.
Carmen Epp

Fall Schürch

Oliver Schürch, Chef Bereitsschafts- und Verkehrspolizei Uri

Oliver Schürch, Chef Bereitsschafts- und Verkehrspolizei Uri

Im Herbst 2017 zieht Oliver Schürch, Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei (BVP) Uri, von Bürglen nach Luzern. Der Sicherheitsdirektion passt das nicht. Sie ordnet mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 für ihn die Wohnsitznahme im Kanton Uri an. Schürch erhebt daraufhin Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Obergericht – und blitzt ab. Anfang November bestätigt Schürch, dass er den Entscheid ans Bundesgericht weiterzieht.

Fall Walker

Ignaz Walker auf dem Weg ins Gefängnis Grosshof in Kriens am 6. Dezember 2018. (Bild: Eveline Beerkircher)

Ignaz Walker auf dem Weg ins Gefängnis Grosshof in Kriens am 6. Dezember 2018. (Bild: Eveline Beerkircher)




Am 22. Januar verkündet das Urner Obergericht sein inzwischen drittes Urteil im Fall Walker: Es verurteilt den ehemaligen Barbetreiber wegen versuchten Mordes an seiner damaligen Ehefrau sowie weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren. Walker erhebt gegen das Urteil Beschwerde beim Bundesgericht. Ohne Erfolg: Mit Entscheid vom 21. November weist das oberste Gericht Walkers Beschwerde ab. Damit ist das Strafverfahren gegen Walker rechtskräftig abgeschlossen, er ist seit dem 6. Dezember wieder in Haft. Politisch geht der Fall jedoch weiter: Die Regierung will das Audit zu Fragen des Ausstands des damaligen Spurenermittlers wieder aufnehmen und auch die Rolle der Medien wissenschaftlich untersuchen lassen.

Polizist hinterzieht Geld

Am 13. April wird ein Urner Polizist wegen mutmasslicher Veruntreuung suspendiert. Der Grund: Er hat sich an der Kasse des Verbands Kantonspolizei Uri bedient und dabei 25000 Franken entwendet. Das Geld zahlt er zurück, um zwei Anzeigen kommt er damit aber nicht herum. Der Polizist beantragt seine frühzeitige Pensionierung, die ihm gewährt wird. Er bleibt suspendiert, hat aber während der ordentlichen Kündigungsfrist von drei Monaten noch Anrecht auf seinen Lohn.

Luftgewehr-Schütze

Am 16. Juli kommt es in Göschenen zu einem folgenschweren Nachbarschaftsstreit. Eine Familienfeier eines Kochs aus der Slowakei löst einen Streit mit dem Nachbarn aus, einem Polizisten. Der Koch gibt zu Protokoll, der Polizist habe mit einem Luftgewehr auf ihn und seine Familie geschossen. Der 38-jährige Sachbearbeiter der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri wird daraufhin freigestellt, die Staatsanwaltschaft eröffnet ein Strafverfahren.

Messerstechereien

Am 26. Mai wird an einer Party in Bürglen ein 15-Jähriger von einem Gleichaltrigen mit einem Messer angegriffen. Der verletzte Jugendliche verbringt eine Nacht im Spital, der Angreifer stellt sich der Polizei. Diese nimmt Ermittlungen auf. Am Freitagabend, 16. November, kommt es auf dem Lehnplatz in Altdorf zu einer Messerstecherei zwischen zwei türkischen Staatsangehörigen. Einer der Männer wird verletzt ins Kantonsspital Uri überführt, kann dieses aber später wieder verlassen. Ein anderer Mann wird vorübergehend in Polizeihaft genommen. Die Kantonspolizei Uri ermittelt.

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